Richtig große Gewässer, also Seen, haben wir ja kaum im Vogelsberg. Aber Rinnsale, Bäche und Flüsschen gibts jede Menge. Als ich heute mit der Vespa unterwegs bin kommt mir der Gedanke, ein paar Brücken anzufahren – aber nur solche, die auch an meinem zufälligen Weg liegen. Würde ich gezielt Brücken anfahren, käme ich aus den Foto-Stopps gar nicht mehr heraus.
Das erste Brückelchen, das mir vor die Räder läuft, ist ein unauffälliges und schon recht verrottetes Bauwerk, das den Örtenbächer Bach zwischen Elpenrod und Nieder-Gemünder überquert.
Die alte Eisenkonstruktion ist fast völlig überwuchert – der Vogelsberger Urwald holt sich die Brücke zurück.
Zwischen Niedergemünden und Wäldershausen gerate ich gleich an zwei Brücken auf einen Streich: Einmal die Brücke als Fussweg über die Ohm und parallel dazu eine alte Eisenbahnbrücke.
Die Eisenbahnbrücke ist natürlich längst nicht mehr in Betrieb.
Und auch direkt am Gut Wäldershausen überquert eine Brücke die Ohm und führt ins Naturschutzgebiet.
Hier bekommt man fast ein bisschen Lust zu Wandern – aber dann ist es mir doch zu schwül dafür.
In Angenrod gibt es mehrere Brücken über die Antreff, die ein paar Kilometer weiter zum See gestaut wird.
Und meine letzte Brücke für heute ist diese über den Gilgabach in der Nähe von Bobenhausen. Am Ende des Tages habe ich durch meine paar Brücken glatte 100 Kilometer zurück gelegt. Ist auch genug, denn nur eine Stunde später kommen die Geweitter mit Regen, Hagel und Eiskristallen.