Nur für 700 Kilometer

….. ist der heutige Ölwechsel an der XBR gut. Warum? Weil ich einen Versuch mit Mathy-M, einem Motoröl-Zusatz starte. Eigentlich hab ich von solchen Wundermitteln nie viel gehalten, aber seit mir ein paar anerkannt gute Motor-Spezialisten verraten haben, dass sie mit Mathy fahren, wage ich den Versuch. Schaden wird es sicherlich nicht.

Weil ich aber nur Alteisen fahre, rät Mathy zu einer Grundreinigung des Motors. Dabei sollen 10-20% Mathy dem Motoröl zugefügt werden, die dann aber nur maximal 700 Kilometer im Motor verbleiben. Danach einen kompletten Ölwechsel, natürlich wieder mit Mathy-Zusatz und dann können die Wechselintervalle ausgedehnt werden.

Honda XBR 500

Der Ölwechsel an der Honda ist recht aufwändig und ähnlich kompliziert wie an den Enfields. An drei Stellen muss Öl abgelassen werden. Naja, eigentlich ist es gar nicht so kompliziert. 🙂

Honda XBR 500

Bei Kilometerstand 16.743 habe ich also erstmals dem Öl den Mathy-Zusatz zugeführt. Der nächste Wechsel ist dann spätestens bei 17. 443 fällig. Ist notiert.

Und als letzte …..

….. in diesem Jahr ist heute die Honda XBR 500 an der Reihe für ihr Rollout. Das hat keineswegs den Grund, dass die schöne Honda die unwichtigste Maschine meines Fuhrpärkchens ist, sondern liegt einfach daran, dass sie in der Scheune ganz hinten geparkt ist.

Beim Anspringen toppt die Honda noch die Royal Enfield Bullet 500ES, die ja auch schon mit dem zweiten Kick zum Leben erwacht ist – die Honda kommt mit dem allerersten Kick.

Dann lass ich die Maschine ca. 5 Minuten im Standgas laufen, um danach den Ölstand korrekt zu kontrollieren. Warmlaufen lassen mach ich eigentlich nicht gern, aber Honda schreibt das Procedere im Handbuch so vor – und die sollten es wissen.

Dann stelle ich fest, dass ich nur noch einen kleinen Rest des Öls habe, dass ich beim letzten Ölwechsel eingefüllt habe. Damit steht mein Ziel für heute fest: Der Polo-Store in Großen-Linden, denn die haben mein Öl.

Wie schon bei meinen Enfields sind bereits die ersten Kilometer traumhaft. Der agile Eintopf läuft mit seinem kurzen Hub und den 44 PS natürlich völlig anders als die Enfield-Motoren, macht aber auf seine Weise genau so viel Vergnügen. Deshalb fahre ich ohne Pause die rund 70 Kilometer zu Polo und genieße jede Meile.

Honda XBR 500

Das Öl ist kontrolliert, ich bin angekleidet und es kann losgehen – nach einem völlig verregneten Tag gestern haben wir heute wieder ein Traumwetter.

Honda XBR 500

Angekommen am Parkplatz des Polo-Store, der heute extrem gut besucht ist. Zwei Ladies sprechen mich an und erzählen, dass sie zu Hause ein XBR-Gespann haben. Schön, und dass die XBR einen leichten Velorex ziehen kann, glaube ich aufs Wort.

Polo Linden

Innen drin verlaufen sich die Kunden ein wenig, so dass ich mir alles in Ruhe ansehen kann. Mein Ölk gibts zum Sonderpreis von 19,99 € und ich entdecke einen sehr schönen Nexus-Jethelm zum Preise von 99,90 €. Ich will den Helm schon einpacken, aber dann fällt mir ein, dass ich Helme, speziell Jethelme, in zweistelliger Zahl zu Hause liegen habe. Also wieder weg mit dem schönen Helm.

Honda XBR 500

Nachdem der Ölkanister im Rucksack verschwunden ist, mache ich mich auf die Rückfahrt, die ich aber deutlich ausdehne und jede Menge Umwege fahre. Hier raste ich am kleinen Römer-Kastell nahe Grüningen.

Honda XBR 500

So ist der Himmel heute durchgängig in Wetterau und Vogelsberg wie auch in der Hungener Seenplatte, wo ich mich gerade befinde.

Honda XBR 500

Einen letzten Stopp gibts dann am Falltorhaus, wo ganz gut Betrieb herrscht. Allerdings ist die Dominanz der Schnabeltiere mit Vierventil-Boxermotor heute so gravierend, dass ich gelangweilt nach kurzer Zeit wieder verschwinde.

Nach einer Abschlussrunde durch den Laubacher Wald bin ich dann gegen 18:00 wieder zu Hause. Der Tacho der Honda zeigt 180 Kilometer mehr an als beim Start – damit hat die Honda in diesem Jahr die beste Kilometerleistung beim Rollout. Aber klar, sie ist ja auch leistungsstärker als meine Inderinnen und so bin ich mit ihr immer etwas flotter unterwegs.

 

Am 9.4.2018

……. starte ich das erste Rollout des Jahres – und zwar mit der Vespa GTS. Das ist beinahe unglaublich spät und während der ersten drei Monate gab es nicht einen einzigen Tag hier im Vogelsberg, an dem es mich auf die Strasse gelockt hätte.

Auch nach der langen Winterpause springt die Vespa sofort und ohne zu mucken an. Nicht einmal die Batterie habe ich laden müssen. Allerdings gabs es auf der letzten Fahrt im Spätherbst einen guten Schuss Bactofin in den Tank.

Das soll heute nur eine kleine Runde werden, denn so ganz hat mich die Grippe noch immer nicht verlassen. Meiner goldenen Regel, einen Viertakter nie unter 50 km zu bewegen, bleibe ich aber auch heute treu.

Vespa GTS 125

Nach dem überaus erfolgreichen Startversuch lasse ich den kleinen Vespa-Motor noch ein wenig tuckern, während ich in die Scooter-Bekleidung schlüpfe.

Vespa GTS 125

Alles bereit, ich kann starten. Bereits nach 10 Minuten werde ich spüren, dass die Bekleidung heute einen Tick zu warm gewählt wurde. Aber egal, besser als zu dünnes Zeug.

Vespa GTS 125

Auf Umwegen geht es nun durch den Laubacher Wald, …..

Vespa GTS 125

….. auf die berüchtigte B276 in Richtung Schotten, dass ich aber rechts liegen lasse, um mich in Richtung Hoherodskopf zu halten.

Vespa GTS 125

Ein kurzer Besuch beim Dino und ein ebenso kurzer …….

Vespa GTS 125

….. nahe Doro’s Büdchen. Hier parkt zwar eine Handvoll Zweiräder, aber da ist nichts dabei, was mich interessieren könnte. Schön wäre es, hier mal die neue Kawa 900 zu sehen, oder gar die 650er Royal Enfield. Oder wenigstens eine Himalayan.

Nach dem Abstieg vom Hoherodskopf nehme ich meine Lieblingsstrecke über Kölzenhain und Bobenhausen in Richtung Heimat. Nach 75 Kilometern beende ich diese erste Fahrt des Jahres 2018 und bin auf der Stelle deutlich zufriedener. Jetzt hat auch für mich die Saison begonnen – endlich.

Ach ja: Beim Abbiegen in den Hof bemerke ich, dass rechts ein Blinker ausgefallen ist – der hintere, wie ich schnell feststelle. Sollte tatsächlich nach nur 11 Jahren schon der erste Schaden an der Vespa aufgetreten sein? Nein, eine kurze Kontrolle und es gibt Entwarnung: Das Birnchen hatte sich lediglich in seiner Fassung gelockert. Brave Vespa.

Veröffentlicht unter Vespa

Ein Umzug

Aufgepasst, ihr Freunde des indischen Schwermetalls: Der Royal Enfield Blog ist Anfang 2018 komplett auf eine eigene Seite umgezogen! Hier endet die Enfield-Story deshalb im Dezember 2017.

Die anderen Maschinen wie Honda XBR oder Vespa hingegen bleiben weiterhin auf dieser Seite und werden hier geblogt.

Alle neueren, aber auch die alten Enfield-Seiten befinden sich nun auf einem anderen Server. Klickt einfach auf den neuen Blog und schon seid ihr wieder im alten Thema.

Grund des Umzuges ist, dass aufgrund der vielen Bilder der Speicherplatz knapp wurde. Bin mit dem alten Blog ja auch nur Gast auf dem Server von Kutt, den ich keinesfalls überstrapazieren möchte.

Also viel Spaß im neuen, alten Blog.

Unterwegs mit dem Schneewolf

…….. bin ich natürlich heute nicht – wo soll ich auch so schnell einen Schneewolf hernehmen? Und gibt es sowas überhaupt? Eigentlich bin ich ja nur mit Yello unterwegs, und der ist ja ein Samojeden-Mischling. Richtig und wahr an der gesamten Überschrift bleibt somit nur, dass im Vogelsberg nach wie vor ein wenig Schnee liegt.

Trotz der Schneereste und der jämmerlichen Temperaturen unter Null °C ist es heute ein recht schöner Tag, der sogar die Hoffnung auf ein baldiges Roll-out 2018 aufkommen lässt. Heute allerdings noch nicht!

Leihhund Yello

Ein ganz kleines bisschen hat mein Kumpel Yello aber schon von einem Schneewolf – oder wie es korrekt heisst, einem Polarwolf. Hier am Fuße des Kratzberges pfeifft wie so oft ein ordentlicher Wind, und dadurch fühlt sich der Tag an wie mit 10°C minus.

Leihhund Yello

Kommen wir allerdings in den direkten Wirkungsbereich der Sonne, fühlt sich alles gleich viel angenehmer an. Und schon denke ich wieder an ein Roll-out.

Enfield spare parts

In den Kleinanzeigen wurden ein paar neue Enfield-Ersatzteile angeboten, die ich günstig einkaufen konnte. Darunter ist auch dieser herrlich polierte Steuerdeckel. Beim Deckel für meinen Reservemotor sind nämlich die Laufflächen für die Ölpumpen-Spindel ein wenig vermackt. Der hier sieht für ein indisches Ersatzteil richtig gut aus.

Enfield spare parts

Als ich in der kalten Werkstatt den Deckel mal eben schnell fürs Foto Shooting aufsetzen will, klappt das nicht so recht Also müssen die Bohrungen wohl doch ein wenig aufgerieben werden. Alles andere hätte mich auch gewundert – ist eben doch eine Enfield.