Ein Umzug

Aufgepasst, ihr Freunde des indischen Schwermetalls: Der Royal Enfield Blog ist Anfang 2018 komplett auf eine eigene Seite umgezogen! Hier endet die Enfield-Story deshalb im Dezember 2017.

Die anderen Maschinen wie Honda XBR oder Vespa hingegen bleiben weiterhin auf dieser Seite und werden hier geblogt.

Alle neueren, aber auch die alten Enfield-Seiten befinden sich nun auf einem anderen Server. Klickt einfach auf den neuen Blog und schon seid ihr wieder im alten Thema.

Grund des Umzuges ist, dass aufgrund der vielen Bilder der Speicherplatz knapp wurde. Bin mit dem alten Blog ja auch nur Gast auf dem Server von Kutt, den ich keinesfalls überstrapazieren möchte.

Also viel Spaß im neuen, alten Blog.

And now to something total different …

so könnte ich, frei nach Monty Python, meine Beschäftigungen über die Feiertage beschreiben. Das Wetter war einfach derart bescheiden, dass von Fahren und selbst von Schrauben keine Rede sein konnte. Also hab ich mich quasi in meine Winterhöhle zurück gezogen und die Feiertage abgeschieden von der Aussenwelt verbracht.

Neben meinen Freunden Netflix und Amazon Prime waren da aber weitere Dinge, mit denen ich mich befasst habe. Da war einerseits ein mittlerer Wassereinbruch im Keller, der mich gegen meinen Willen vom Sofa geholt hat, andererseits habe ich eine alte Liebe neu entdeckt.

Toplitzsee

Die Neujahrs-Email vom steirischen Freund Gerhard mit Bilder aus dem Winterdomizil am Toplitzsee war dazu angetan, mich mit dem möglichen 2018er Österreichurlaub zu beschäftigen. Diese Gegend wie das gesamte Salzkammergut haben Jürgen und ich bisher noch gar nicht berücksichtigt.

Toplitzsee

Vielleicht ist es doch mal Zeit für eine Reise ins alpine Österreich.

Klamottenpflege

Ein Tag vergeht sinnvoll damit, die Motorradklamotten zu reinigen, zu pflegen und je nach Machart zu fetten. In diesem Punkt bin ich also bereit für die kommende Motorrad-Saison.

Fachliteratur

Im Motorradraum befindet sich auch meine Sammlung veralteter Unix-Fachliteratur. Nachdem sich gezeigt hat, dass so etwas heute niemand mehr haben will, war der Plan eigentlich, alles in den Papiermüll zu stecken. Aber dann hab ich mich mit ein paar Büchern auf’s Sofa zurück gezogen, und danach war ich geläutert: Diese alten Schätze landen keineswegs im blauen Container.

OpenBSD

Die Fachbücher haben mich verleitet, mich mal wieder um die BSD-Unix zu kümmern. Meine IT-Umgebung ist zwar schon seit runden 20 Jahren zu 100% Microsoft-frei und wird ausschliesslich von Linux-Rechnern bestimmt. Aber jetzt hab ich einen Rechner mit einem aktuellen OpenBSD aufgesetzt, was eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe war. Aber erst mit der Version 6.2-current komme ich zu sehr zufriedenstellenden Lösungen: Ein schnelles, locker-sahniges Betriebssystem mit allen für mich notwendigen Anwendungen. Macht richtig Spaß, sich wieder damit zu befassen. Und diese current-Version ist ja eigentlich eine Beta-Version der stable-Software – läuft aber herrlich und rock solid.

BSD und Linux

Während ich so viele Stunden mit BSD verbringe, läuft auf der Linux-Maschine nebenan gute Musik und, ganz wichtig, die Planung für den diesjährigen Urlaub. Auf diese Art komme ich eigentlich ruckzuck über die Feiertage. So soll es sein. Willkommen im Jahre des Herrn 2018!

Auseinander

Nach der reinen Lehre und auch dem Handbuch können die beiden Gehäusehälften nach dem Lösen der Verbindungsbolzen und dem Abziehen des Steuerrades auf der Kurbelwelle einfach auseinander gezogen werden. In meinem Fall trifft dies leider nicht zu und bisher hat der Motor allen Versuchen, ihn zu trennen, widerstanden. Natürlich hab ich bislang auch keine Gewalt eingesetzt.

Heute jedoch bin ich wild entschlossen, die Gehäusehälften zu trennen und begebe mich dazu gegen 14:00 in die kalte Werkstatt.

Überholung Enfield Bullet 500 Motor

Nochmal kontrollieren, ob wirklich alle Schrauben gelöst sind. Auf der Steuerseite ist alles in Ordnung, auch das Steuerrad ist von der Kurbelwelle gezogen.

Überholung Enfield Bullet 500 Motor

Keine versteckten Befestigungen der beiden Hälften zu sehen, alles OK.

Überholung Enfield Bullet 500 Motor

Auch auf der Antriebsseite erkenne ich keine weiteren Verbindungen. Meine vorsichtigen Versuche, die beiden Hälften zu trennen, klingen aber so, als wäre da noch irgendwo eine vergessene Schraubverbindung. Aber da ist nichts, wie mir auch der Blick ins Ersatzteilhandbuch bestätigt.

Überholung Enfield Bullet 500 Motor

Die Kurbelwelle soll ja beim Trennen in der antriebsseitigen Gehäusehälfte verbleiben. Obwohl es also nicht nötig ist, entferne ich den Wellendichtring, den Seegering und den Laufring für den Wellendichtring. Der ist ein bisschen eingelaufen und die etwas kürzere Seite ab der Einlaufstelle gehört in Richtung Lager. Aber ich werde wohl sowieso einen neuen Laufring einbauen.

Überholung Enfield Bullet 500 Motor

Nach fast drei Stunden vergeblicher Bemühungen komme ich auf diese Konstruktion, mit der ich die beiden Hälften gaaaanz vorsichtig auseinander drücken will.

Überholung Enfield Bullet 500 Motor

Verbunden mit mittleren Schlägen des Gummihammers zeigt sich dann tatsächlich ein erster Spalt. Haleluja!!!

Überholung Enfield Bullet 500 Motor

Mittels einiger kleiner Holzkeilchen erweitere ich den Spalt Stück um Stück.

Überholung Enfield Bullet 500 Motor

Gewonnen! Der Spalt geht nun ringsum und ab jetzt geht das Trennen ganz leicht. Puh, war das mühsam.

Überholung Enfield Bullet 500 Motor

Sowohl das Kurbelgehäuse als auch der Öltank sind am Boden mit eine zähen dicken Schicht aus Ölschlamm bedeckt. Ob man das durch häufigen Ölwechsel vermeiden kann? Ich denke schon.

Überholung Enfield Bullet 500 Motor

Ansonsten siehts da drinnen nicht so übel aus – aber halt, da ist doch etwas!

Überholung Enfield Bullet 500 Motor

Der Innenring des steuerseitigen NU-Lagers ist locker und hat sich auf der Welle gedreht. Dabei ist es dem Wellenstumpf ganz schön heiß geworden. Das ist leider ein bekanntes Enfield-Problem und der Grund ist, dass der Lagersitz häufig einen Tick zu klein ist. Da muss ich klären, ob das mit Lagerkleber repariert werden kann oder ob eine neue Welle fällig ist.

Auch wenn es mühsam war, so habe ich dennoch mein heutiges Ziel erreicht. Und kuschelig warm ist es auch nicht gerade in der Werkstatt. Also Schluß für heute und ab in die warme Hütte. Bis demnächst.

Der Traum unserer Jugend

……. kommt heute in Gestalt von Jürgen und seiner „neuen“ alten 1970er Honda CB450 vorbei. Und ich muss sagen, diese Honda hat nichts von ihrer damaligen Faszination verloren. Immer noch ein Traum – und Jürgen hat ihn sich erfüllt.

1970er Honda CB450

Quasi blind aus Hamburg gekauft, dann ungezählte Stunden aufpoliert und geplockert – und jetzt ist die Honda in etwa so, wie Jürgen sich das vorgestellt hat. Ein Traum in rot, Alu und Chrom, dazu schön wie eh und jeh.

1970er Honda CB450

Eine Diva aus jedem Blickwinkel.

1970er Honda CB450

In meinem Wohnort in den 70er Jahren gab es zu besten Zeiten vier Stück dieser Honda. Wenn die am Motorradtreff bei Strohmann standen, kam ich mir mit meiner alten DKW vor wie ein Unberührbarer in Indien.

1970er Honda CB450

Die optisch besonders schöne Duplexbremse, auch heute noch durchaus brauchbar.

1970er Honda CB450

Mit diesem Motor hat Honda den Niedergang der britischen Motorradindustrie eingeläutet: Schnell, stark, zuverlässig.

Um diese Honda muss man Jürgen einfach beneiden. Das könnte ein paar schöne Touren mit CB450 und XBR geben.

Adieu Max

Ich hätte noch tagelang an der Max schrauben können und dabei einen Riesenspaß gehabt. Aber natürlich möchte Jürgen die NSU auch mal wieder haben und so hab ich mich mit der Abholung heute Einverstanden erklärt.

NSU Spezial Max

Zugegebenermaßen ist der Jürgen ein würdiger Maxfahrer – und Besitzer. Und ganz ohne Zwang hat er mir zugesichert, dass ich das Mäxchen jederzeit für eine Tour haben könnte. Na also.