Etwas reichlich …..

Heute kommen alle noch fehlenden Teile, die ich für den großen Service an der Vespa noch brauche. Das ist gut. Weniger gut ist, dass der Luftfiltereinsatz nicht passt: Der Schaumstoff hat eine völlig andere Form. Alles andere, also der Luftfilter für die Varios, die Zündkerze mit Doppelelektrode und das Luftfilteröl sind aber OK. Weil ich heute aber unbedingt den Roller wieder zusammen bauen möchte, wasche ich den alten Schaumstoffeinsatz gründlich aus, kleistere ihn mit Luftfilteröl ein und setze ihn wieder in sein Gehäuse.

Anschließend baue ich die Verkleidungen wieder komplett an, überprüfe alle sichtbaren Schraubverbindungen, ziehe ein paar davon vernünftig an, stelle die Spiegtel ein, schneide ein Gewinde neu, putze und wische ein bisschen herum – und schon ist alles zusammen und die Vespa steht wieder in alter Pracht vor mir.

Die allergrößte Hitze der letzten Tage ist wohl vorbei und so gehe ich gegen 18:00 auf eine 50 Kilometer lange Testfahrt.

Vespa GTS125

Tatsächlich erscheint mir die Vespa jetzt ein wenig flotter – obs an den neuen Varios liegt? Aber dann spüre ich im mittleren Drehzahlbereich so eine Art Bremse – der Motor läuft wie gegen Gummi. Kitzele ich ihn darüber hinaus, ist alles wieder gut. Eine innere Stimme sagt mir, dass ich den alten Luftfilter mit zu viel Öl eingekleistert habe, und jetzt geht dem Motörchen ein wenig die Luft aus. Werde ich also doch noch mal ran müssen – sobald die richtigen Einsätze hier ankommen. Trotz der kleinen Panne verlaufen die 50 km gut und das Wichtigste: Die Varios und der Riemen funktionieren einwandfrei.

Ich werd’s nicht los

….. das Schrauben an Rollern. Jetzt, wo die Cosa verschwunden sind, bleibt ja nur noch die GTS 125 übrig. Aber ehrlich: Viel besser als die Cosa ist auch eine Automatk Vespa nicht zu beschrauben.

Aber es hilft nix: Bei 15.000 km sollen Vario-Gewichte und Zahnriemen ersetzt werden. Die Kilometer hab ich beinahe erreicht und angesichts des Roller-Urlaubs in Österreich werde ich die Teile vorher tauschen. Dazu gründliche Luftfilterreinigung, Kerzenwechsel und was mir sonst noch so einfällt. Heute beginnt der Spaß!

Inspektion Vespa GTS 125

Der Roller steht auf der Bühne, die linke Verkleidung ist entfernt und auch den Antriebsdeckel habe ich schon demontiert. Ging eigentlich alles ganz easy. Auch das Lösen der zentralen Mutter der Antriebswelle ging mit einer russischen Gegenhaltemethode ganz gut.

Inspektion Vespa GTS 125

Hier an der Kurbelwelle wäre es mit Improvisation schlecht gewesen, aber zum Glück habe ich ja ein bisschen was an Spezialwerkzeug wie diesen Gegenhalter von Buzetti. Ging auch ganz ordentlich, auch wenn das Teil etwas schwächlich ist.

Inspektion Vespa GTS 125

Alles gelöst, die Kupplungsglocke ist frei …..

Inspektion Vespa GTS 125

….. und schon kann ich den Riemen abnehmen.

Inspektion Vespa GTS 125

Eigentlich hätte ich mir die Arbeit sparen können: Das sieht alles noch sehr gut aus. Aber wenn ich schon soweit bin, erneuere ich die Gewichte, die Gleitstücke und den Riemen. Liegt ja auch alles schon 6 Monate im Regal.

Inspektion Vespa GTS 125

Die Rampenscheibe ziert sich ein wenig und will nicht von der Kurbelwelle – aber mit Geduld und Gewackel klappts dann doch.

Inspektion Vespa GTS 125

Hab dann doch einen halben Tag für die Inspektion gebraucht – vor allem deswegen, weil alle Arbeiten Neuland für mich sind. Jetzt ist der Deckel wieder zu und ich muss nur noch auf die beiden Luftfilter warten. Die werden wohl nächste Woche kommen. Also Feierabend für heute.

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Der Nach-Himmelsfahrtmarkt

Es ist mal wieder soweit: In Nieder-Ohmen findet der Nach-Himmelsfahrtmarkt statt. Nichts besonderes, nur ein kleines Märktchen mit immer denselben Ausstellern, meist vom indischen Subkontinent. Trotzdem besuche ich den Markt immer wieder gern – und wenn es nur zum Lakritzkaufen ist.

Um zum Spaziergang mit Yello zu kommen, muss ich heute den Ort von hinten anfahren, alles andere ist gesperrt. Da ist meine kleine Vespa genau das richtige Fahrzeug.

Shelties

Die meisten Hundebesitzer kennen sich natürlich und auch dieser Herr mit seinem Sheltie ist mir wohl bekannt. Nicht bekannt ist mir aber, dass jetzt zwei Shelties zur Familie gehören – einer schöner als der andere. Yello ist von den beiden Schönheiten jedenfalls begeistert.

Yello

Dann ziehen wir ein Stündchen durch Wald und Feld rund um Nieder-Ohmen.

Nach-Himmelfahrtsmarkt

Anschließend wird auf dem Markt gebummelt.

Nach-Himmelfahrtsmarkt

Nagelbürsten könnte ich mal wieder gebrauchen, aber deren Kauf wurde aufgrund einer starken Vorratshaltung untersagt.

Nach-Himmelfahrtsmarkt

Oder schicke T-Shirts zum Motorradfahren – auch verboten.

Nach-Himmelfahrtsmarkt

Richtig schwach werden könnte ich bei einem dieser Rucksäcke.

Bruno

Ein kurzes Hallo bei Hofhund Bruno.

Nach-Himmelfahrtsmarkt

Hier findet eine Verbrüderung mit einem Ausstellerhundchen statt. Kein Wunder, der Kleine ghört einer Wurstbudenbesitzerin. Gibt aber trotzdem nix.

Nach-Himmelfahrtsmarkt

Nun wird Yello abgeliefert und ich kaufe noch schnell eine umfangreiche Mischung Lakritz – wenigstens etwas. Und zu Hause mache ich die Vespa noch ein wenig fit für Österreich.

Warum Oberaula?

Berechtigte Frage: Was zieht mich nach Oberaula? Denn das habe ich mir heute angesichts des perfekten Sommerwetters als Ziel für meine Sportster und mich gesetzt.

Von einem besonderen Ereignis in Oberaula ist mir nichts bekannt, was also soll dieses Ziel? Eigentlich ist die Antwort einfach: Oberaula liegt im Schnittpunkt von Schwalm, Hessischem Bergland und Knüllgebirge. Das Pendeln zwischen diesen unterschiedlichen Landschaften ist wunderbar und äußerst abwechsungsreich. Das ist der Grund für Oberaula.

Kurz vor Alsfeld beschliesse ich, in Alsfeld-West für 5 Kilometer auf die A5 zu fahren – wirklich nur bis Alsfeld-Ost, um die Innenstadt zu umgehen. Keine gute Idee, denn nach 30 Sekunden stecke ich in einem Stop-and-go-Stau. Nach kurzem Zögern schlängele ich mich in der Mitte durch und hab die Baustelle in 5 Minuten durchfahren. Zum Stehen auf der A5 ist es nämlich schon viel zu warm.

1988er Sportster 883

Zwischen Weißenborn und Oberaula liegt an einer extrem wenig befahrenen Nebenstrecke dieser schöne und große Rastplatz. Alles deutet darauf hin, dass hier schon jahrelang niemand mehr eine Rast eingelegt hat, und so mache ich das. Irgendeinen Sinn soll der schöne Platz doch haben.

1988er Sportster 883

Dann geht es durch eine lange und superschöne Allee mit Eichen und Buchen – auch fast verkehrsfrei.

1988er Sportster 883

Und schon bin ich durch Oberaula und auf dem Weg ins Knüllgebirge.

1988er Sportster 883

Schnell einen Kaffee in der Knülljause getrunken …..

1988er Sportster 883

….. noch einen Blick auf den Eisenberg geworfen, an dem ich aber heute nicht halte: Die Gastronomie ist rappelvoll.

1988er Sportster 883

Statt dessen mache ich einen Schlenker ins Hessische Waldland um dann später in die Schwalm abzubiegen. Hier jedoch bin ich bereits nahe Himmelsberg, also schon im Marburger Land.

1988er Sportster 883

Nach 150 Meilen beende ich die heutige Vatertagsfahrt. Vorher schaue ich mir aber noch kurz einen neuen Laden in Laubach an: Hier gibts Zubehör, Bekleidung und Accessoires für ….. Motorradfahrer. Sind ein paar richtig hübsche Sachen dabei.

Kein Kaffee in Sellnrod

Bin zu einem Kaffe bei Bärbel und Jürgen, dem Thruxton-Fahrer, nach Sellnrod eingeladen. Und weil das Wetter gegen 14:00 so herrlich bewölkt und grau ist, fahre ich mit der grauen Enfield dort hin. Natürlich geht das wegen der geringen Entfernung von nur 4 km nur mit einen ordentlichen Umweg.

1995er Enfield Bullet 500

Mit einmal rund um Schotten fahre ich die Bullet also erst einmal richtig warm. Danach zeigt das Ölthermometer 60°C im Öltank an. Das ist OK.

1995er Enfield Bullet 500

Mein persönliches Traumwetter ist das heute: Keine Hitze, runde 20°C, leicht bewölkt und grau, so dass es immer so aussieht, als käme gleich der nächste Regenguss. Es kommt aber nichts, und genau so soll es sein.

1995er Enfield Bullet 500

Nach den 20 km rund um Schotten bin ich dann in Sellnrod – und wer ist nicht da? Bärbel und Jürgen. Also gibt es heute keinen Kaffee in Sellnrod. Statt dessen nutze ich die Gelegenheit, meine Runde noch etwas auszudehnen.

1995er Enfield Bullet 500

Die Ausdehnungsroute führt mich noch einmal auf die B276 zwischen Schotten und Laubach – und im Gegensatz zu einem typischen Wochenende habe ich die Strasse für mich allein.

1995er Enfield Bullet 500

Nach Einartshausen komme ich noch, nach Stornfels schon nicht mehr: Baustelle. Weil das Freibad auch nicht lockt, geht meine Bollerrunde weiter.

1995er Enfield Bullet 500

Nach Schotten umrunde ich noch den Hoherodskopf und blicke hier zurück auf Schotten und in den Wetteraukreis hinein.

1995er Enfield Bullet 500

Ich verabschiede mich vom Hohen Vogelsberg und tauche wieder in die Niederungen des Vogelsberges ein. Nach 110 Kilometern bin ich auch ohne Kaffee ausgesprochen zufrieden – besonders, weil meine alte No. 1 wieder prima durchgehalten hat. Hat sie bisher auf jeder Fahrt so gemacht, aber aus unserem ersten gemeinsamen Leben kenne ich das völlig anders. Noch eine solche Runde wie heute und ich habe die ersten 1000 Kilometer voll.