Ab jetzt mit DQ 7

Am 18.4. wird das Silverstar Gespann angemeldet und am 19.4. mache ich dann die erste richtige und offizielle Ausfahrt damit. Hab meine TS vorher abgemeldet und somit ist das Kennzeichen VB-DQ 7 jetzt frei für das Gespann.

Am 19.4. fahre ich erstmalig mit dem Silverstar Gespann an die Arbeit. Hab mir aber einen denkbar schlechten Tag dafür ausgesucht: Es ist morgens um 6:30 arschkalt, so um die 0 Grad, dazu beschlägt aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit laufend das Visier. Klapp ich dann das Visiser zum Belüften hoch, ist es wieder zu kalt. Kurzum, es war eine schreckliche Fahrt! Dazu hatte ich noch 5 Liter Ballast aus dem Boot genommen und entsprechend schnell kommt der Velorex hoch. Insgesamt fahre ich überhaupt sehr unsicher an diesem Tag, es passt einfach nix heute. Dennoch mache ich nach der Arbeit noch eine 80 km Fahrt, nicht ohne jedoch vorher wieder etwas Gewicht ins Boot gepackt zu haben.

Am Wochenende war noch auf dem Spanientrip meine schöne Kamera kaputt gegangen, deshalb hab ich mal versucht, diese Fahrt mit der Handy-Kamera zu dokumentieren. Geht auch, aber die Bilder sind doch etwas schlechter.

 

 

 

 

 

An der Autobahn bei Ehringshausen gehts kurz ins Grüne zum Foto Shooting.

 

 

 

 

 

 

Auch der Lieblingsparkplatz bei Niedergemünden ist eines der heutigen Ziele.

Und natürlich das Antrifttal, genauer das Hochplateau mit den Windmühlen bei Arnshain.

TÜV-Termin am Freitag, den 13.

Trotz Urlaub heisst es heute um 7:00 aufstehen: Zuerst auf die Gemeinde, um die TS250 abzumelden. Deren Kennzeichen VB-DQ 7 will ich für das Silverstar Gespann benutzen. Also los mit dem Silverstar Gespann mit Kurzzeitkennzeichen. Die Gemeinde öffnet um 8:00 und ich bin pünktlich da. Ruckzuck ist die TS abgemeldet – bis ich an der Maschine weitermache, wird es noch etwas dauern. Um 9:00 öffnet der TÜV, da ist noch etwas Zeit, die ich mit einer schnellen 50 km Tour herumkriege. Um 9:00 bin ich in Grünberg beim TÜV. Bin der 2. Kunde, mein Prüfer von vorgestern nimmt mich auch schnell dran. Wie wird die Sache wohl ausgehen?   Am Freitag den 13. zum TÜV …..

Meine Silverstar hat ja 10 Jahre in Frankfurt gestanden, war aber konstant angemeldet. Deshalb ist keine Vollabnahme notwendig – gut, das reduziert die Kosten. Die Standardprüfungen sind schnell gemacht, da ist auch alles in Ordnung. Auch die Probefahrt verläuft gut, hab schliesslich alles nach bestem Wissen und Gewissen gemacht.

Vorm Abfahren heute morgen hab ich noch schnell die SW-Bremse etwas entschärft, jetzt zieht die Fuhre beim Bremsen nicht mehr nach rechts.
Aber als es dann an die Schriftlichkeiten geht, tauchen Probleme auf: In der Original-MZ-Beschreibung der 500er mit Seitenwagen sind maschinenseitig 15- oder 16″ Räder vorgesehen. Ich will aber zunächst mit den 18″ Rädern fahren. Der Prüfer traut sich nicht zu, diese Bereifung einzutragen. Bis ich dann eine Briefkopie aus dem Forum vorlege, in der der TÜV Düsseldorf genau einen solchen Eintrag gemacht hat. Damit ist das Problem vom Tisch.

Die Schriftlichkeiten dauern nochmal eine gute halbe Stunde, aber das macht mir nix. Trink ein paar TÜV-Kaffee, plaudere dabei ein wenig mit dem Prüfer und zahle zum Schluss 130,45 Euro. Viel Geld, aber was soll ich machen. Bin letztendlich froh, dass die Angelegenheit heute über die Bühne ist und ich nicht wiederzukommen brauche. OK, anmelden ist heute nicht mehr drin, aber wenn ich das DQ 7 Schild von der TS nehmen will, muss ich sowieso ein paar Tage warten – so sind die Regeln.

Jetzt wollte ich eigentlich auf das MZ-Treffen nach Silberborn fahren, aber das wird nichts, weil ich am Samstag morgen um 5:00 den Flieger nach Spanien nehmen muss – Dienstreise auf eine Fregatte in La Coruna. Schade, hätte gern ein paar Forumsleute wieder gesehen. So muss ich bis Mandeln warten. Dafür fahr ich noch 250 km kreuz und quer durch Vogelsberg und Marburger Land – schliesslich muss ich mit dem Silverstar Gespann vertraut werden.
Schnell merke ich, dass die Öltemperatur ein wenig höher liegt als bei der Solo-Rotax. Vielleicht wäre ein Ölkühler eine gute Investition. Muss nochmal mit G-spann Gerd darüber diskutieren. Ach ja: Durch den 20 Liter Saxon Tank ist bisher keine Tankpause angefallen – Tourentauglich!
Hatte für den TÜV einen schönen Gespannordner vorbereitet, wo alle Änderungen dokumentiert waren, sämtliche Gutachten und alle technischen Daten waren enthalten. Nur die Briefkopie aus dem Forum mit dem 18″ Rädereintrag musste ich nachträglich anfügen, daran hatte ich einfach nicht gedacht.

 

 

 

 

Zwischen TS-Abmeldung und TÜV gehts durch die Rabenau auf kleinsten Strässchen. Noch ist kein Verkehr, die Welt ist noch in Ordnung. Die Kurvenstrecke zwischen Weitershain und Stangenrod fahre ich dreimal rauf und runter - nur als Training. Ausser mir ist da nur noch ein Fahrschulauto. Der Fahrlehrer macht mit der blonden Aspirantin wohl auch einen Intensivkurs.

Fototermin im Weiterhainer Wald: Mein silbernes Gespann gefällt mir richtig gut.

Auch von vorn macht die Silverstar eine gute Figur. Der Velorex passt meiner Ansicht nach wirklich besser zu den Rotax-Emmen.

Anfangs fand ich den Acerbistank einfach nur hässlich, jetzt gefällt er mir ausnehmend gut. Und vor allem das Fassungsvermögen: 20 dicke Liter!

An der gleichen Stelle hab ich vor gut einem Jahr ein Foto meines ES-Gespanns nach der TÜV-Abnahme gemacht.

Uff, die TÜV-Prüfung ist gelaufen, jetzt noch auf die umfangreichen Schriftlichkeiten gewartet und dann .....

..... gehts noch mal für über 200 km durch die Gegend, zunächst in Altkreis Alsfeld mit Boxenstopp bei Heidelbach. Von hier noch nach Eudorf, ein Blick auf "meine" Izh-Motorräder geworfen.

Kurzer Check, ob die Batterie auch noch schön fest ist - alles OK.

Letzter Halt für heute am verwunschenen Garten ausserhalb von Rüddingshausen. Dann gehts heim, muss die Spanienreise noch ein wenig vorbereiten.

Unglaublich: Das Gespann ist fertig

Gestern hatte ich die 500 R frisch durch den TÜV gebracht und dabei einen Termin für das Gespann für den Freitag fest gemacht. Heute morgen dann den VA-Batteriekasten beim lokalen Schlosser abgeholt und gleich eingebaut. Dann ein Kurzzeitkennzeichen besorgt und angeschraubt. Anschliessend gabs eine 50 km Probefahrt. Das Silverstar Gespann ist fertig !

Kaum zu glauben, aber das Gespann ist jetzt wirklich fertig. Naja, wie fertig, muss sich noch zeigen – zuerst bei der morgigen TÜV-Hürde. Die Seitenwagenbremse gefällt mir noch nicht: Beim Bremsen zieht die Fuhre stark nach rechts. Das muss ich besser hinkriegen, mal sehen, was der TÜV dazu sagt. Ansonsten verlief die erste richtige Probefahrt zufriedenstellend. An die Feinheiten muss ich mich noch herantasten.

 

Den VA-Batteriekasten für die 43 AH Batterie setze ich in den Gepäckraum, schön mit dickem Bandgummi unterlegt.

Mit den Kurzzeitkennzeichen (übrigends ein echtes Kuchenblech) darf ich endlich regulär mit dem Gespann fahren. Es geht in meine Leib- und Magengegend in den Kirtorfer Wald.

Der kleine See im Kirtorfer Wald ist ziemlich ausgetrocknet. Auf der Fahrt dahin wird mir klar, dass das Rotax-Gespann sich im Fahrverhalten stark vom ES-Gespann unterscheidet. Durch das leichte GFK-Boot neigt der Velorex recht schnell zum steigen in Rechtskurven. Der Stabilisator zwischen Maschinen- und Bootsschwinge fehlt auch spürbar. Aber der Motor zieht wunderbar durch, die Bremsen machen ihren Job ordentlich und die Sitzposition passt. Der Rest ist Feintuning und Gewöhnungssache.

Die Silverstar mit dem Velorex ist schon ein schönes Gespann, wozu auch der 20 Liter Acerbis-Tank von der Saxon beiträgt. Aber auch hier bleibt Raum für Verbesserungen: 15" Hinterrad, 16" Vorderrad, beide mit VA-Speichen, vielleicht das Boot noch etwas tiefer gelegt, schönere Heckleuchten für Maschine und Boot sind meine Nahziele.

 

Zum TÜV nach Grünberg

Mittwoch, Resturlaub, Sonne: Eine gute Gelegenheit, die 500 R durch den in diesem Monat fälligen TÜV-Termin zu bringen. Um 10:00 gehts los, erstmal 30 km warmfahren und dann zum TÜV nach Grünberg.

Für Grünberger Verhältnisse ist beim TÜV im Industriegebiet richtig was los, immerhin 3 Leute vor mir. Der junge Prüfer, der schon mein ES-Gespann abgenommen hat, nimm sich auch die 500 R vor. An der Maschine ist eigentlich alles in Ordnung und ich fahre mit gutem Gefühl vor. Aber halt, die Soziusfussrasten fehlen! Die waren noch nie dran, seit ich die Maschine habe, das könnte Mecker geben. Aber der Prüfer merkts nicht oder will es nicht merken. Auch die AU wird mit 3,3% ordentlich bestanden. Es gibt also den Stempel bis 2009. Nebenbei mach ich noch einen Termin in 2 Tagen für das Silverstar-Gespann. Das wird sicher schwieriger. Dann gehts bei herrlichem Sonnenschein noch etwas durchs Hinterland (Raum Gladenbach, Biedenkopf, Lasphe) und es gelingt, aus den 20 km zum TÜV und zurück deutlich über 200 km zu machen.

Vor dem TÜV-Termin noch einmal kurz in die Büsche an diesem abgelegenen Fischteich in der Nähe von Bleidenrod.

Der TÜV in Grünberg, fast direkt neben meiner Arbeitsstätte (wo ich heute zum Glück nicht hin muss). Klein aber fein und sehr praktisch. Und bisher nur wirklich nette Prüfer dort erlebt, wie auch heute wieder.

TÜV-Prüfung ohne Mängel bestanden und wieder für 2 Jahre Ruhe. Einzig die Frage, ob der Sebring-Auspuff auch eingetragen sei, sorgte bei mir kurzzeitig für Verblüffung.

Und jetzt rund 200 km durchs Hinterland, ein Test für das Frühjahrstreffen in Mandeln. Jetzt wirds aber ruckzuck richtig warm, die Bäume und Büsche beginnen zu blühen.

Zurück im Vogelsberg wirkt alles noch viel weniger frühlingshaft. Aber abwarten, das wird auch noch. Man bedenke, dass hier um das Jahr 800 v.Chr. noch einmal eine kleine Zwischeneiszeit herrschte.

Zurück daheim gibts direkt einen "Pferdewechsel": Muss noch einen Einkauf machen und schnapp mir das Gespann für die Fahrt nach Mardorf.

Für die wichtigen Dinge des Lebens ist ein Gespann einfach ideal. Natürlich bleibt es nicht bei der kleinen Einkaufsfahrt, auch daraus werden knappe 100 km.

 

Gespann-Einstellung

Heute plötzlich eine email von Hermann: Er kommt vorbei und holt den Rahmen ab, den ich von MZ-Henni für ihn zwischengelagert habe. Und tatsächlich steht so gegen 18:00 ein rotes FUN-Gespann vor der Tür. Und dann gehts los: Hermann nimmt sich mein ES-Gespann vor. Sämtliche Anschlüsse werden gelöst, die vordere Rahmenschelle wird getauscht, die gesamte Einstellung wird komplett neu gemacht. Nach ca. 2,5 Stunden entspricht das Gespann Hermanns Vorstellungen von einem MZ-Gespann. Bei der Probefahrt glaube ich, auf einem völlig neuen Motorrad zu sitzen. Das Eisenschwein fährt sich wie ausgewechselt, schon optisch sieht es nicht mehr so krumm und schief aus. Mein Dank an Hermann für diese Lehrstunde in Sachen Gespanneinstellung. Gegen 23:30 macht sich Hermann auf den 150 km langen Heimweg, der 500er Rahmen von Henni ist mit Strapsen fest im Boot verzurrt.