ADAC Pfingstralley des AMC Hungen

Was für ein mieses Wetter zu Pfingsten im Jahre des Herrn 2016 – kalt, stürmisch, regnerisch. Den Spaziergang mit Yello schaffe ich so gerade noch trockenen Fusses zu beenden, aber dann geht es zur Ralley-Scheune, die in diesem Jahr ein Kontrollpunkt der Pfingstralley des AMC Hungen ist.

Dazu sollte ich erwähnen, dass die Ralleyscheune etwa 300 m von mir entfernt liegt. Trotzdem fahre ich mit der Vespa dahin, aber nicht ohne einen kräftigen Umweg hinzulegen. Und den überstehe ich nicht mehr trocken. Immerhin schafft es der steife Wind, mich und die Vespa auf den letzten 10 regenfreien Kilometern wieder fast trocken zu pusten.

Vespa GTS

Hier hat der Regen schon wieder aufgehört und es sieht richtig freundlich aus – aber das täuscht.

Vespa GTS

Trügerischer Himmel

Vespa GTS

Die nächsten Regenwolken nahen bereits.

Pfingstralley des AMC Hungen

Als mir die ersten Oldtimer entgegen kommen, wird mir klar: Ich muss mich beeilen. Der Kontrollpunkt an der Ralleyscheune ist jetzt auch nur noch 3 km entfernt.

Pfingstralley des AMC Hungen

Auf der Main Street von Kleineichen herrscht ungewohnter Betrieb.

Pfingstralley des AMC Hungen

Das Ural-Gespann ist natürlich kein Oldtimer, sondern gehört einem Besucher.

Pfingstralley des AMC Hungen

Das ist die Ralleyscheune, von deren Existenz ich bis vorgestern tatsächlich nichts gewusst habe. Schande über mich!

Pfingstralley des AMC Hungen

Ein bisschen machen die Kleineichener ein Volksfest aus dem Ereignis.

Pfingstralley des AMC Hungen

Was für ein braver und schöner Hund – und Steuerzahler ist er ausserdem noch.

Es folgt ein kleiner Bilderbogen von Teilnehmern der Oldtimer-Ralley.

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Auf Tour mit einem Lloyd

Egon hat sich ja nun verpflichtet, das Frühjahrstreffen des MZ-Forums vom 27. bis 30.5 in Windhausen zu organisieren. Um den Besuchern einen hübschen Tourenvorschlag unterbreiten zu können, sind wir heute mit seinem Kleinwagen eine Route abgefahren, die schöne Landschaft, Einsamkeit und etliche Sehenswürdigkeiten bietet.

Leihhund Yello

Der morgendliche Spaziergang mit Yello zeigt, dass die Rapsblüte begonnen hat.

Bildschirmfoto vom 2016-04-19 18:49:21

So sieht unser Tourenvorschlag aus und diese Route fahren wir jetzt mit dem Lloyd ab.

Lloyd

Der kleine Alexander und Chaffeur Egon sind startklar.

Lloyd

Lloyd Alexander vor der Westernstadt Lingelcreek.

Oldtimer in der Möbelstadt

Gut, gestern gab es noch keine Oldtimer beim Möbelhaus Sommerlad im Schiffenberger Tal, aber heut sind da garantiert welche. Aufgrund der zu erwartenden PKW-Lastigkeit der Veranstaltung nehmen wir ebenfalls ein Automobil und fahren mit dem silbernen MGF nach Gießen.

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Chrome will bring you home

Der Tag ist mit dem Besuch in der Möbelstadt aber noch nicht beendet! Das Wetter wird am Nachmittag immer besser und gegen 15:00 hält es mich nicht länger im Hause. Schliesslich habe ich ein paar neue Chromteilel an die Harley geschraubt und da muss ich natürlich testen, ob die mich auch wirklich heim bringen. Denn von dem ursprünglichen Satz „Chrome won’t bring you home“ halte ich nichts, aber auch gar nichts.

HD Sportster 1988

Hier auf der rechten Seite ist jetzt noch der Kettenschutz in Chrome dazu gekommen. Chrome, also wirklich guten Chrome, mochte ich schon immer und es gibt eigentlich nichts, was so pflegeleicht ist wie ordentlicher Chrome. Allerdings muss dann auch öfter mal der Putzlappen geschwungen werden..

HD Sportster 1988

Und auch Kleinigkeiten in Chrome vermögen mich zu erfreuen, so wie diese Schrauben für die Schalter.

HD Sportster 1988

Seit den Zeiten meiner Rotax-Maschinen halte ich mich an die Regel „Keine Motorradfahrt unter 50 km“. Und so ist es auch heute. Aus der kleinen Runde werden ruckzuck 60 Meilen mit allerhöchstem Spaßfaktor. Gerade heute hab ich mal kurz an ein Zweit-Motorrad als Cityhopper gedacht und dabei kam mir eine 250er Honda Rebel in den Sinn. Aber nach dem Geboller heute mit der Sportster ist mir klar, dass ich mit so einem Dreheisen nie mehr glücklich werde. Da muss was anderes her, vielleicht doch noch mal eine Enfield.

HD Sportster 1988

Das Wetter ist so gut, dass eine mittelschwere Lederjacke ausreicht. Und der Test mit dem Hugo-Boss-Helm verläuft überraschend gut. Gute Polsterung, vertretbare Windgeräusche, nur das Visier ist etwas zu kurz.

HD Sportster 1988

Nachdem ich gestern beim Yamaha-Dealer wenigstens an einem Teil des Programms Gefallen gefunden hab (SR400, XVS900, XJ), schau ich heute kurz in die Schaufenster des lokalen Honda- und BMW Händlers. Und ganz ehrlich: Davon passt nicht ein Modell in mein Beuteschema. Als Neufahrzeugkunde bin ich nicht mehr zu gebrauchen – außer vielleicht bei HD.

Das traditionelle …

…. Weihnachtstreffen am Vormittag des Heiligen Abends hoch oben auf dem Hoherodskopf ist immer ein guter Anlass für eine kleine Fahrt im Winter. Und was haben wir da oben schon gefroren! Oder sind aufgrund zugefrorener Visiere im Blindflug gefahren, oder haben im dichten Nebel den Weg kaum gefunden. Traditionell sind dabei eben auch der im dichten Nebel liegende Berggipfel, versalzene Strassen und fröstelige Temperaturen.

Dieses Jahr ist aber ein bisschen anders! Bereits der Start gegen 10:00 bei Sonne und blauem Himmel ist ungewöhnlich, ebenso auch die Kleidung, die eher zu einer Frühjahrsfahrt passt. Zweistellige Temperaturen im Dezember, das ist wahrlich nicht normal. Der Klimawechsel ist vielleicht doch keine Erfindung von Wetterfröschen oder Politikern.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Schon nach wenigen Kilometern stelle ich fest, dass ich zu dick angezogen bin. Auch wenn es mit zunehmenden Höhenmetern immer ein wenig kälter wird, reicht das nicht zum Frösteln. Einzig auf den Nebel scheint man sich verlassen zu können, denn ab Kölzenhain wird die Suppe dichter und vom Hoherodskopf ist nichts zu sehen. Aber es bleibt warm, auch auf dem Berg.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Angekommen auf dem Hausberg der Vogelsberger ist alles in ein dichtes Grau gehüllt – aber dieser Nebel ist warm. Kann mich an ein Heiligabend erinnern, wo es hier so kalt war, dass man sich um die Weihnachtsmützen vom Hein-Gericke-Shop gerissen hat. Das haben wir heute nicht.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Es ist noch nicht einmal 11:00, und dafür ist schon einiges hier los. Kurz nach mir läuft die Truppe vom AMC Grünberg ein, angeführt von Martin, der diesmal ein Goldwing-Gespann fährt. Immer was neues aus Reiskirchen, aber das hat ja auch schon Tradition.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Mit meiner kleinen Vespa stehe ich ja ein bisschen verloren da, aber ganz allein bin ich doch nicht. Das war’s aber auch schon an Rollern für den Moment.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Dickschiffe dagegen sind heute jede Menge am Platze, und es werden minütlich mehr. Aber klar, es ist warm, es liegt kein Salz, da kann man auch seinen Boliden den Berg hinauf treiben.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Auch der moderne Kradist muss als erstes mal telefonieren.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Fast schon zu schade, um im Winter verheizt zu werden, ist die alte CB250. Aber halt, heute nagt ja kein Salz an dem klassischen Japaner.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Dickschiffe ohne Ende – und niemand muss Angst um Chrom und Alu seiner Lieblinge haben.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Nette R80 im Look der legendären R90S – bis auf die fehlende kleine Kanzel.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Die erste W650: Reiner mit der Green Machine.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Harley-Pärchen mit Big Twin und Sportster.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Das heulende Geräusch kenn ich doch ….

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

… und tatsächlich erscheinen Ruth und Egon mit dem grauen Alexander TS.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Mittlerweile sind die Parkplätze richtig gut gefüllt.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Die Victory mit dem 106 cui großen BigBlock ist dem Anlass entsprechend weihnachtlich geschmückt. Ein schönes Motorrad, wenn ich mir die Koffer weg denke.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Bei einem russischen Seitenventiler regt sich bei mir immer noch das Haben-wollen-Gen.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Die Firma Enders zeigt die neue Africa-Twin. Ist sicher nicht meine Sorte Motorrad, aber die Honda wirkt unglaublich wertig und gut verarbeitet.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Das rote Dickschiff in der Mitte, eine Valkyrie, ist zu verkaufen.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Stellvertretend für viele Artgenossen kommt der hübsche braune Hund aufs Bild.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Und wusch ist er wieder weg, der Seitenventiler.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Ich erkenne weitere W-Fahrer wie Falcone. Da sollte ja wohl mein ehemaliges Gespann nicht weit sein.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Und da ist es, mein altes W-Gespann. Immer mehr erkenne ich, dass es falsch war, meine Ws abzugeben – und das gilt sowohl fürs Gespann als auch für die Solo, Aber weg ist weg.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Sehr schön ist auch das W800-Gespann – sogar noch ein wenig schöner als die W650. Dazu trägt auch „meine“ Farbe bei: British Racing Green.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Damit hab ich allerdings überhaupt nicht gerechnet: Uwe ist mit seinem Dnepr-Gespann mit Schwiegersohn im Boot hierher gekommen, begleitet von Marco mit einer kleinen Yamaha.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Uwes Gespann ist kein Showroom-Spielzeug, aber es fährt immer. Hat aber auch einen BMW R60/5 Motor, und der ist ja bekanntlich unverwüstlich. Aber auch den Rest hält Uwe prima am Laufen.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Das hier ist allerdings eines Elektromeisters unwürdig: Dauerhafte Reparatur eines Kabelschadens mit grün-gelbem Isolierband. Wirkt sehr russisch.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Eine coole Truppe mit 50er-Jahre Maschinen: Deutsche Triumph, DKW und Maico, alle im Alltag ehrenvoll verwittert.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Und dann, beinahe schlagartig, reisst der Nebel auf und bietet freie Sicht auf den Vogelsberg. Also nicht mal auf den weihnachtlichen Nebel kannst Du dich mehr verlassen.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Mario nimmt hier die erste feste Nahrung des Tages zu sich. Gestern hat er die neue AfricaTwin zur Probe gefahren – und gleich bestellt. Bravo, diese Konsequenz kann ich nur begrüßen. Bin bei so etwas leider nicht ganz so spontan.

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Jetzt ist auch hier oben der Himmel strahlend blau – nicht zum Aushalten! Und so mache ich mich auf den Heimweg, diesmal in der Gruppe mit einem Dnepr-Gespann, einer 125er RZ und eben meiner Vespa. Eine selten unpassende Kombination, aber rein vom Tempo her passt das.

 

Heiligabend 2015 auf dem Hoherodskopf

Um 14:00 bin ich wieder zu Hause. Schön war’s auf dem Hoherodskopf. Hab viele Bekannte getroffen und nett geplaudert. Für die Feiertage bin ich also gewappnet. Frohe Weihnachten.

 

Einmal Hui, einmal Pfui

oder „Open House bei Bernies Harley Davidson

Für den heutigen Tag habe ich motorradtechnisch gesehen zwei Optionen: Einmal der Besuch als Tagesgast beim AiA-Nord Treffen auf der Henneburg am Spessart und zum zweiten zu Bernies Open House in Dudenhofen. Die Henneburg ist eigentlich mein Favorit, aber ich verschlafe an diesem Samstag und so wähle das Harley Davidson Event. Das ist aber keineswegs nur ein Lückenbüßer, denn ich freue mich auf eine erneute Probefahrt mit meiner Lieblings-Harley, der Dyna Low Rider.

Das Wetter ist heute herbstlich, aber trocken. Auch um 10:30 ist es keine schlechte Idee, sich die Funktionsunterwäsche anzuziehen. Damit ist das Fahren dann auch perfekt, nicht zu kalt und nicht zu warm.

Wie immer nehme ich die längere Route über Biebertal und habe dabei einiges von der Landschaft. Im Giessener Land passiere ich jede Menge Burgen und im Lahn-Dill Bergland ist es herrlich waldig. Eine wirklich schöne, kleine Fahrt durch eine wunderbare Herbstlandschaft.

Haley Davidson Sportster 1988

Einen einzigen kleinen Stopp muss ich einlegen, und da bin ich bereits im Lahn-Dill Bergland und nur noch 20 Minuten von Dudenhofen entfernt.

Höhenrinder

Angelockt durch das Bollern der Sportster kommt die Familie der Höhenrinder freundlich und zutraulich bis an den Zaun, auch der durchaus beeindruckende Bulle.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Dass ich verschlafen habe, wird hier deutlich: Um 11:00 ist natürlich schon einiges los. Und empfangen werde ich gleich von einigen besonders schönen V-Twins wie diesem grünen TwinCam.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Oder dem silbrigen Fulldresser, dessen S&S Maschine nach reichlich Power aussieht.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Auch der schwarze Tourer sieht nach mehr PS aus als die Serie.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Eine fast neue Low Rider mit nur 4000 km und reichlich Zubehör. Für mich aber zu reichlich, denn ich mag weder vorverlegte Fussrasten noch klappengesteuerte Auspuffanlagen und schon gar keine Sissy Bar.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Schwarze Motorräder haben mir schon immer gefallen, aber mehr und mehr mag ich auch solche in weiß.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Richtig gute Farbkombinationen kann Harley einfach!

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Sieh an, eine Street 750 hat es tatsächlich in den Showroom geschafft – und sieht gar nicht mal so übel aus. Ich beschliesse, neben „meiner“ Low Rider heute auch eine Street Probe zu fahren.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Glücklicherweise steht eine Low Rider zur Probefahrt bereit, jungfräulich wie sie die Hallen in Milwaukee verlassen hat. Bis auf die Lackierung könnte das exakt mein Wunsch-Moped werden.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Habe ich schon erwähnt, dass Harley richtig gute Farbkombinationen kann?

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Der weisse Tourer mit der Springergabel ist eine Augenweide.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Der Daymaker in einem 7″ Lampengehäuse. Hier warte ich aber noch auf sinkende Preise.

Probefahrt mit der Low Rider

Jetzt gehe ich auf die Probefahrt mit der Low Rider – bereits zum dritten mal. Bin jedesmal und auch heute wieder total hin und weg von dem dicken 103 cui TwinCam Motor. Die Probefahrt erfolgt alleine, ist also keine geführte Tour und ich ziehe knapp 50 km durchs Bergland. Ein Traum! Die halbe Stunde muss ich dabei leider überziehen.

Direkt im Anschluss an die Low Rider schnappe ich mir die Street 750, vielleicht ein wenig aus Mitleid, denn sie steht wie ein Stiefkind abseits und wird wenig beachtet. Etwas später wird mir auch klar, warum.

Ich sag also, wie es (für mich) wirklich ist: Die Street ist einfach schrecklich! Das ist wahrlich keine Harley Davidson und sie sollte diesen Namen nicht tragen. Alles an der Street wirkt billig: Schalter, Armaturen, Spiegel, Lackierung, Blinker, Zündschloss. Der Motor fühlt sich an wie eine 250er Virago und das Fahrwerk ist ein Alptraum. Die Maschine kippelt um die Vorderachse, dass es mich nur so graut. OK, kann natürlich von den Reifen kommen, aber so darf sich eine Harley nicht fahren. Die Bremsen sind schlechter als die meiner 1988er Sportster. An der Kiste passt zumindest für mich also rein gar nix.

Wenn die Street nicht den Harley-Schriftzug tragen würde, hätte ich auf eine China-Konstruktion zum Discounterpreis von 4000 € getippt. Dann hätte die Kiste vielleicht eine Chance durch den Mitleids-, den Exoten- oder den Masochisten-Bonus. Von diesen drei Beweggründen kann ich mich leider auch nicht ganz ausschliessen und als China-Bike würde ich mir die Maschine vielleicht sogar kaufen – schon um zu beweisen, dass sich auch sowas am Leben halten lässt. Aber als Harley: Never ever!

Street 750

Da steht und sieht, wie oben erwähnt, sooo schlecht nicht aus.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Während meiner Probefahrten sind etliche Neuankömmlinge unter den Besucher-Bikes angekommen, beispielsweise diese stark individualisierte Sporty. Gefällt mir gut!

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Und zum dritten mal heute: Harley kann einfach super gute Farbkombinationen.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Meinen ganz persönlichen Schönheitswettbewerb heute gewinnt diese traumhafte Shovelhead.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Gelungen aus jeder Perspektive, einfach nur schön.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Sogar eine Flathead ist dabei.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Auffangrinne für Lecköl? Interessant, aber sicher primär für den vereinfachten Ölwechsel gedacht.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Polizei-Harley aus Kalifornien.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Jugendträume: Wie aus Easy Rider.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Die Ankunft dieser Truppe ist ein gekonnter Auftritt. Und die recht moderne Sportster vorn sieht aus wie das Bike des Holy Ranger (RIP): Buckhorn-Lenker und Sissy Bar.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Mutige, aber sehr gelungene Lackierung.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Überraschung: Wahrhaftig ist ein Besucher mit seiner Street gekommen – dabei hätte ich nach der heutigen Probefahrt gewettet, dass Bernie kein einziges Exemplar verkauft hat. Aber auch für eine Street kann es gute Gründe geben – siehe weiter oben.

Open House bei Bernies Harley Davidson im September 2015

Gegen vier mache ich mich auf den Weg zu meiner Sporty und es geht zurück an den Rand des Vogelsberges.

Harley Davidson Sportster 1988

Anfangs nehme ich die gleiche Route wie heute morgen: Lahn-Dill Bergland und dann vorbei an den Schlössern und Burgen im Giessener Land.

Harley Davidson Sportster 1988

Die imposanteste Burg ist zweifellos die in Krofdorf-Gleiberg.

Burg Vetzberg

Burg Vetzberg ist frisch eingerüstet und wird wohl restauriert oder repariert. Müsste ich übrigens auch mal besuchen.

Harley Davidson Sportster 1988

In der Rabenau verlasse ich die morgendliche Route und mache einen Schlenker über den Ebsdorfergrund. Hier im Wald zwischen Rossberg und Höingen suche ich nach den ersten Anzeichen des Indian Summer. Es gibt sie, aber noch sehr schwach und zaghaft.

Vogelsbergblick

In Deckenbach ist die Strasse nach Schadenbach wieder offen und hat einen schönen neuen Strassenbelag bekommen – da kann man jetzt richtig gut fahren. Und ein Stückchen weiter ist ein neuer Aussichtspunkt entstanden, der Vogelsbergblick.

Sportster 1988

In der Tat kannst Du von hier weit in das Mittelgebirge hinein schauen, aber das Auge fällt dabei auf sehr, sehr große Mengen von Windrädern. Die Landschaft ist damit wirklich zugepflastert und verhunzt: Hier fehlt einfach Augenmaß.

Meine 1988er Sportster

Jetzt bin ich nur noch ca. 15 Kilometer von zu Hause entfernt. Hatte einen richtig schönen Tag mit guten Typen und klasse Motorrädern. Mit der Sporty bin ich dabei 120 Meilen gefahren und dazu kommen nochmal etwa 100 Kilometer auf Low Rider und Street. So let’s call it a day.