MZ-Forumtreffen 2009 in Heiligenstadt: Erwischt von fremden Kameras

Ich bin der Fotograf, aber kein Schwein hält sich daran. Immer wieder kommt es vor, dass weitere Treffenbesucher ihre Kamera auspacken und wahllos Bilder des Geschehens machen. Indes lässt sich nicht vermeiden, dass ich ab und zu auch einmal vor deren Linsen gerate. Ist zwar alles nicht korrekt, aber wer hört schon auf mich?

Am Donnerstag abend sind gerade Pit und Lorchen eingetroffen und geben sich sofort dem Genuss von Zwickl hin - wir anderen übrigens auch. Und keiner hat es je bereut!

 

Güsi öffnet seinen fliegenden Verkaufsstand und sofort scharen sich die Interessenten darum.

Moderator Knut bei der Tombola.

Abhängen und Chillen mit Wolfgang vor unseren Zelten.

Sven Witzel besucht Walldorf und Stadler

Die Hitze macht uns mulo - aber wir halten das aus.

Auf der Suche nach einer Route für den Heimweg.

Früh am Morgen.

Muffel hat mein Gespann fotografiert.

Die Zeit ist reif für ein Kanone-Bier.

Flucht vor der Sonne in die Büsche.

Vorbei, es wird für die Rückfahrt gepackt.

Ein paar Notizen in den Laptop getippt - kann einfach nicht alles behalten, was ich hier so sehe.

Heute könnte es Regen geben.

Mit Achim und muebo ein Bierchen trinken.

Hab mir ganz schön die Birne verbrannt.

Lebhafte Diskussion über ...... habs vergessen!

Warten auf offizielle Ereignisse.

Verlosung wertvoller Teile.

 

MZ-Forumtreffen 2009 in Heiligenstadt: Der Sonntag und die Abreise

Der letzte Tag, das schöne Treffen ist beinahe wieder vorbei. Als Resüme für mich kann ich sagen, dass sich Heiligenstadt nahtlos einreiht in die Liste der „Grossen Treffen“ Elbe, Glesien, Sosa und Edersee. Ein Vergleich zwischen all diesen gelungenen Veranstaltungen verbietet sich, jedes Treffen hat seine Besonderheiten und speziellen Merkmale. So wird auch Heiligenstadt in die ruhmreiche Ahnengalerie der legendären MZ-Veranstaltungen aufgenommen.

Wie immer müssen viele Parameter stimmen, um ein Treffen gelingen zu lassen: Wetter, Ort, Organisatoren und Besucher. In Franken hat erneut alles gestimmt und so konnte dieses exzellente Treffen daraus entstehen. Die Organisatoren Clemens (Bausenbeck), Jens (Schraubi), Martin H. und Matthieu nebst allen Helfern und Helfershelfern haben alles gegeben und diese Anstrengungen waren zu jeder Zeit fühlbar. Daher nehmt meinen Dank für eure enorme Arbeit und seid gewiss: Die Teilnehmer haben das zu schätzen gewusst.

Zu kleinen Kritiken an einigen Details komme ich weiter unten im Text. Wir wollen die Organisatoren ja nicht über den grünen Klee loben und womöglich Grössenwahn damit hervorrufen.

Sonntag morgen 5:30 auf einer Waldwiese in Franken. Ein ausgeschlafener Vogelsberger beginnt, seine Sachen zu packen und sich auf den Rückstoss zur Erde vorzubereiten.

Als die Sonne ganz allmählich aufgeht, sind alle Utensilien verpackt, das Zelt ist abgebaut, alles auf der Rotax verstaut und ich mache mich auf den Weg in die Dusche.

Und wen treffe ich auf dem Weg dorthin: Wolfgang (Paule56)! Fertig geduscht, rasiert und geföhnt. Unfassbar, der Typ ist eher fertig als ich. Und sein diabolisches Grinsen verrät mir: Er weiss, dass er an diesem Tag gewonnen hat. Oh Schmach!

Kommen wir zum ersten Kritikpunkt des Treffens: Das Toilettenpersonal! Am ersten Tag war es Kankra, die Spinne, heute ist es dieser unbekannte Käfer. Beide Klofrauen waren aber gleichermassen aufdringlich und sind mir tief in die keramischen Räumlichkeiten gefolgt. Meine Bitte: Achtet auf etwas dezenteres Toilettenpersonal!

Und wenn ich schon mal dabei bin, hier gleich die zweite mörderische Kritik: Dreilagiges Toilettenpapier! Ein Skandal, hier muss beim nächsten mal vierlagiges Samtpapier hin. Wie konnte den Organisatoren dieser gravierende Fehler passieren? Das kostet glatt einen Stern.

Genug der Kritik, ich hoffe, sie wird gebührend ernst genommen. Nach der Dusche gehts noch einen Augenblick ans Feuer zu Sven Witzel und Wolfgang zum Smalltalk.

Gaaanz langsam wirft sich Wolfgang in die motorradgerechte Bekleidung und ich folge dem Beispiel. Knut als Dosenfahrer kann sich das schenken.

Überall entstehen kleine Gruppen, die die Zeit bis zum Frühstück nutzen, noch ein paar nette Gespräche zu führen.

Das chaotische Heerlager der Südwestler ist noch völlig menschenleer. Aber nicht mehr lange.

Sonnenaufgang im Waldstück hinter den Zelten. Mittlerweile kann ich am Stand der Sonne die Uhrzeit lesen und mache mich auf den Weg in Richtung Frühstück.

Unterwegs treffe ich auf Ckone Christian, der auch bereits beim Beladen von Tula ist. Inzwischen ist fast jeder davon überzeugt, dass die beiden auch die Rückfahrt pannenfrei überstehen. Und dann ist da ja noch die ADAC-Plus-Karte. Aber ich kann euch sagen: Sie wurde nicht benötigt.

Der erste Südwestler dieses Morgens ist Fränky. Bye bye, so Gott will, sehen wir uns im nächsten Jahr wieder - wo auch immer.

Cheffe Andreas noch leicht fröstelnd und ein bisschen unausgeschlafen.

Auch Martin H. wäre gern noch liegen geblieben, aber die Pflicht ruft: Dienst in der Küche.

Eine der längsten Anfahrten dürfte S-Maik haben: Bis nach Rostock. Aber dafür hat er auch die schnellste Emme des Treffens. Manchmal wünsche ich mir ja auch so einen Boliden .......

Matthieu aus dem Orgateam dürfte heilfroh sein, dass das Treffen vorbei ist: Endlich wieder ein normaler Tagesablauf. Aber auch für ihn hatte das Treffen etwas Besonderes zu bieten: Jetzt befindet sich an seinem ETZ-Gespann ein Reibungsdämpfer, der auch wirklich dämpft. Eine kleine Reibscheibe anstelle von Nichts kann manchmal Wunder wirken.

Das letzte Frühstück des Treffens findet wieder unter einer ordentlich wehenden Fahne statt.

Schraubi und Heinz haben nicht nur das Treffen mitgestaltet, sondern waren auch aktiv beim Aufbau der Forumsemme. Dabei hat Heinz den herrlich ovalen Kolben entdeckt.

Adieu Mantalady, pflege deine weisse Schönheit ganz besonders. Aber dass muss Renate niemand sagen. Und ihr wisst ja: Wenn sie nicht Renate heisst, ist Shadow-Witch schuld.

Foto mit eingeblendeter Regieanweisung von Lothar: Damit soll ich mir das Motiv dieser Aufnahme merken können. Es hat was mit Frühstück zu tun. Danke Lothar.

Auch am letzten Tag ist Clemens nicht anzusehen, wie geschafft er ist. Ein fränkisches Energiebündel. Leider haben wir diesmal viel zu wenig über Oldtimer plaudern können - keine Zeit.

Hier wird ein dunkeles Geheimnis der fränkischen Kultur gelüftet: Nicht das Bierbrauen, nicht die Nürnberger Rostbratwurst, nicht Schäufele oder Kloss mit Soss sind die fränkischen Errungenschaften, sondern Marmelade. Fränkische Marmelade hat diesen Volksstamm gross gemacht.

Hasta la vista, Hombre. In den letzten Tagen habe ich gelernt, dass Charles Bronson gar nicht so schrecklich ist, wie ihn die Filmindustrie immer darstellt.

Machs gut Ringo. Vielleicht treffen wir uns ja mal in Giessen oder Wetzlar. Dein Gespann erkenne ich jedenfalls ab jetzt.

Heiko bietet an, dass wir einen Grossteil der Strecke gemeinsam fahren. Schliesslich ist er ja auch schon so gut wie fertig. Nur noch eben frühstücken, abbauen und los. Aber diese 3 Stunden will ich nicht warten, ich fahre lieber allein. Und dann zusammen mit einer unzuverlässigen Kuh - ach ne.

Diese Dame frage ich nach ihrem Forumsnamen und die Antwort lautet: ETS oder ES oder ETSES oder so ähnlich. Kurz: Sie weiss es nicht! Auf die letzte grosse Frage nach dem Sinn des Lebens, dem Universum und allem weiss sie aber schon die korrekte Antwort: 42 ist natürlich richtig.

Zwei ausgeschlafene Typen, diese BMW- bzw. Yamahafahrer.

Glücksfee Lara überhört die Rufe von Daddy nach Unterstützung beim Zeltabbau geflissentlich. An ihren Feen-Fähigkeiten muss aber noch gearbeitet werden: Für mich gabs nur lila Enten, bunte Kulis und ein Skatspiel.

In bester Laune und leise summend packt Dominik sein Equipment zusammen, in Gedanke womöglich noch bei der blonden Lady vom gestrigen Lagerfeuer. Vielleicht sehen wir uns schon in 4 Wochen wieder: Beim Horextreffen in Burgholzhausen. Wäre nett.

Mecki wird aber mit höchster Wahrscheinlichkeit in Burgholzhausen sein. Dann sehe ich vermutlich den instandgesetzten Rahmen der Dieselemme.

OK, der letzte Rundgang ist beendet, der Rotax bepackt, ich starte jetzt, um 8:30.

Die ersten 40 km nehme ich die gleichen Nebenstrecken wie auf der Hinfahrt und erst ab Breitengüssbach fahre ich auf die B279, die mich bis kurz vor Fulda bringen soll.

Die Fahrt verläuft gut, der Verkehr ist noch mässig und so bin ich ruckzuck im Unterfränkischen Grabfeld. Bei der kleinen Rast hier donnern eine BMW R4 und eine NSU OSL an mir vorbei.

Ich bin ganz gut drauf und fahre besser und flotter als auf der Hinfahrt - das Treffen in Heiligenstadt hat mich offensichtlich beflügelt.

Zwischen Bad Königshofen und Gersfeld finde ich diese gute Information über die Rhön. Nicht allzuweit von hier ist auch der Kreuzberg mit den Mönchen und dem guten Essen und Trinken, aber das hatte ich in Franken auch. Also weiter.

Bei Döllbach verlasse ich die B279 und bin heilfroh darüber. Zum Schluss ist der Verkehr doch recht stark geworden und darunter hat der Fahrspass massiv gelitten. Die letzten 80 km gehts über Strassen nach meinem Geschmack, so wie hier bei Büchenberg. Im Hintergrund grüsst bereits die Halde vom Kaliwerk Giesel. Ich bin in Hessen angekommen.

Wo ich schon mal hier bin, schaue ich kurz beim Enfield-Händler in Kalbach vorbei. Gibt aber nix neues zu sehen.

Bei Blankenau eine letzte Rast, jetzt nur noch über die Kuppe und ich bin im Vogelsberg. Den muss ich jetzt nur noch komplett durchqueren.

Die letzten 40 km gehen mir noch etliche Ereignisse des Heiligenstädter Treffens durch den Kopf. Machts gut, Foristi, bis zum nächsten Treffen. Mein Rotax hat übrigens alles klaglos mitgemacht - so soll eine Emme laufen.

 

MZ-Forumtreffen 2009 in Heiligenstadt: Der Samstag

In der Nacht zum Samstag kommt auch der Regen, und zwar sehr stark. In anderen Landesteilen gab es wohl Katastrophenalarm, doch so schlimm war es in Franken nicht. Aber der Regen war nicht ohne und ich befürchte, dass mein Zelt keine weitere Stunde dicht gehalten hätte. Aber es hört rechtzeitig auf und meine Ausrüstung und ich bleiben trocken.
Später erlebt das Heerlager eine kulturelle Einlage: Musik und Gesang! Es beginnt mit Arbeiterliedern und sozialistischem Liedgut, gefolgt von Rock-Klassikern wie „Born to be wild“ und „Hey Joe“. Krönung des ganzen ist aber eine ungekürzte, wenn nicht gar verlängerte Version des bedeutenden deutschen Werkes „Ich möchte ein Eisbär sein“ – ein Relikt der Neuen Deutschen Welle. Wunderbar, und ich habe gelernt, dass Eisbären niemals weinen. Aber ernsthaft: Gesang und Gitarrenspiel waren gar nicht schlecht – eigentlich sogar richtig gut. Repekt, Herb!

Auch am Samstag Morgen bin ich früh auf den Beinen, es ist noch nicht einmal 6:00. Die Reste des gestrigen Feuers glimmen noch immer und verbreiten sogar ein wenig Wärme - und das tut not: Es ist ordentlich kalt. Mir recht, nur nicht mehr die Höllenhitze vom Wochenanfang.

Die Dusche habe ich für mich alleine und auch danach ist noch kein menschliches Leben auf dem Zeltplatz erwacht.

Stop, nicht ganz: Shadow-Witch Gabi ist ebenfalls frisch geduscht und gekämmt und geniesst in bester Laune die Morgenzigarette.

Optisch nicht ganz so frisch wirkt Knut. Sollte er der wahre Morgenmuffel sein, und nicht Muffel Uwe? Denn eigentlich wurde dem in Russland der Name "Muffel" verpasst - aufgrund einer unbestrittenen morgendlichen Sprödigkeit.

Überraschenderweise gelingt es aber gerade Knut, den GPRS-Stick von Gabis Laptop zum Leben zu erwecken und damit eine Verbindung ins Internet herzustellen. Gabi postet direkt ins Forum und danach dürfen wir die Hymne des Honda-Boards hören: Country & Western mit Hondatexten. Angeblich soll auch für uns MZler ein eigener Song entstehen: Der Zweitakt-Blues.

Das Frühstück ist angerichtet - wie jeden Morgen früher als angekündigt und in gewohnter 4-Sterne Qualität. Ckone ist mit der Tula direkt vors Büfet gefahren - ich glaube, solche Touren sind die wahre Bestimmung der Tula.

Überraschung: NrZwo hat es doch geschafft, zwar nicht mit MZ, sondern mit Dose. Aber die Hauptsache ist, dass er gekommen ist.

Das ist er: Der legendäre Manta von Renate. Ein sehr schönes Auto, schon fast ein wenig überirdisch schön. Ach ja: Falls der Name Renate nicht stimmt: Diese Information stammt von Gabi, der Frau mit dem unglaublichen Namensgedächtnis.

Wegen des nächtlichen Regens wurden besonders wertvolle und schöne Maschinen im Rotkreuz-Zelt untergestellt. Mancher Spätankömmlig hat auch auf den Zeltaufbau verzichtet und auf der Ladefläche seines Gespanns geschlafen - so wie Ringo. Und trotz des Kennzeichens OSL ist Ringo quasi mein Nachbar: Er lebt und arbeitet in Rechtenbach bei Giessen.

Die sparsamen Schwaben haben doch wahrhaftig eigenes Bier mitgebracht! Unfassbar, Bier nach Franken zu importieren. Das ist schlimmer, als Eulen nach Athen zu tragen. Und an die Qualität des heimischen Kanone-Bieres kann das Stuttgarter Bier niemals herankommen.

Schaue mir Fränky's Werkstatt-Gespann mit den Zargesboxen etwas genauer an. Gut gelungen, und so etwas fehlt mir noch. Eine TS habe ich noch im hintersten Winkel der Scheune stehen und ein Seitenwagenrahmen sollte sich finden lassen - am besten ein Velorex-Rohrrahmen.

Wer seine Stiefel vor dem Zelt stehen liess, muss jetzt zusehen, wie sie bis Sonntag wieder trocken werden. Die Rotaxspiegel sind eine gute Möglichkeit dazu.

Im hintersten Winkel des Platzes haben sich die beiden Rollerfahrer niedergelassen. Im Vergleich zu Waldis Berliner Roller sieht man den beiden das harte Arbeitsleben in Chemnitz aber an. Habe leider nicht mitbekommen, wer die Fahrer sind.

Auf der Feuerstelle wird Holz nachgelegt und die am meisten fröstelnden finden sich hier ein. Nur Magsd macht die Kälte nichts aus: Er bleibt in kurzen Hosen und Motorradstiefeln. Der Bursche ist eben Nordkap-erprobt.

Wie schön: Axel ist gekommen, wenn auch nur als Tagesgast. Mit ihm plaudert es sich besonders angenehm. Dass er aber eigentlich den Tag hier mit Schrauben verbringen wird, ahnt Axel zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Mittlerweile hat Güsi seinen angekündigten Stand aufgebaut und der erfreut sich regen Zuspruches. Hoffe, es wurde viel bei ihm gekauft. Ich selbst gönne mir einen BVF 30N2-3 und ein paar Kleinigkeiten.

Die Skorpion von Colossos10 wurde notdürftig repariert und ist wieder einsatzbereit. Aber so kann das natürlich nicht bleiben!

Durch den Vergleich mit Axels TS und ein bisschen Diskussion darüber erkenne ich die Fehler an meiner neu aufgebauten TS. Am schwerwiegensten ist das falsche Rücklicht, da muss ich auf die Suche gehen. So wie hier muss eine TS aussehen!

 

Schraubi hat diese schöne Saxon Fun für Norbert, den Nörgelmod, besorgt. Als Dosenfahrer kann er jetzt damit an der Ausfahrt teilnehmen. Schickes Moped!

Neue Gesichter und Verstärkung in der Küche. Die Helfer werden heute bis in den späten Abend mehr als genug zu tun haben.

Jetzt finden die 3 geführten Ausfahrten statt und obwohl wunderbare Touren ausgesucht wurden, nehme ich nicht teil. Ich mag einfach keine Gruppenfahrten und so fahre ich in den Ort, tanke schon mal für morgen voll, besorge ein paar Kleinigkeiten und schaue mir nettes Fachwerk an.

Nach einem kleinen Rundgang durch Heiligenstadt fahre ich noch ein paar Kilometer durchs Umland. Die fränkische Schweiz ist schon eine tolle Gegend.

Zurück auf dem Platz finde ich eine kleine Menschentraube um den Audi der Taunuskäfer-Familie versammelt. Der hochelektronische Kombi hat sich selbst verriegelt, während der Schlüssel friedlich auf dem Fahrersitz lag. Keiner der anwesenden Foristi gibt zu, ein Auto knacken zu können.

Und so taucht der ADAC auf dem Platz auf. Nicht wegen einer MZ oder Tula, nein, wegen eines bayrischen Qualitätsproduktes. Der Mechaniker hat das Auto so schnell geöffnet, dass Trabbimotorrad Achim noch nicht mal vom Pinkeln zurück ist. Nach Standig Ovations und dem Vorzeigen der ADAC-Plus-Karte verlässt der Schandwagen den Platz wieder.

Bei den Südwestlern werde ich Zeuge einer grösseren Aktion. Es war ja bekannt, dass Eike Käfer einen Kurbelwellen-Simmerring öffentlich wechseln (lassen) wollte. Schauen wir uns das Spektakulum an.

Hmmh, Hinterrad und Antrieb müssen bei einem Wechsel des Kupplungsseitigen Simmerringes eigentlich nicht raus! Hier läuft etwas anderes! Und tatsächlich: Die Kette springt über, die Kettenradzähne zeigen in eine Richtung und das Antriebslager muss neu.

Wenn Achim, der Werkzeugmacher, dabei ist, wird nicht gehudelt. Also schön mit Wärme und ohne grosse Gewalt gearbeitet. So soll es sein.

Eike nutzt das Anwärmen des Lagerinnenringes zu einer meditativen Einlage: Ommmmmmm! Die schicke schwarze Mütze wird zu einem späteren Zeitpunkt verschwinden. Angeblich soll sie in Flammen aufgegangen sein. Hmmh.

Fränky's Werkstatt-Gespann ist die ideale Basis für solche Arbeiten. Bei einem Blick in die Ersatzteilecke sehe ich auch diverse Lager, ein Antriebslager war allerdings nicht dabei. Aber Güsi ist ja auf dem Platz.

Arbeiten an der MZ-Kette sind zwangsläufig immer mit richtiger Sauerei verbunden. So schön die Kettenschläuche auch sind: Wenn Du mal dran musst, ist die Schmiererei gross.

Einige hübsche Oldtimer-Emmen aus der Umgebung finden sich als Tagesgäste ein.

Q-Pilot Heiko nebst Tochter Lara treffen mit einem Tag Verspätung ein: Die perfekte und 100% zuverlässige Kuh hat sie im Stich gelassen. Ein richtiger und klarer Fehler konnte nicht gefunden werden: Vermutlich Kontakt- oder Masseprobleme. Wie bei einer alten Emme!

Unterschiedlicher können Tagesgäste nicht sein: Japanese-Junk, schicke ETS und ein Simson Moped.

Die zu 99,8% fertige Forumsemme FE1 zickt mit der Elektrik ein wenig rum. Axel nimmt sich der Sache an, aber er benötigt die Hilfe von E-Papst Lothar, um die Ursache zu beseitigen: Die Lima muss neu magnetisiert werden.

Duell der Kameras: Was fällt Wolfgang ein, mich einfach abzulichten? Noch nie was vom Recht aufs eigene Bild gehört? So nicht, alter Schwede, hier wird zurück geschossen.

Der Losverkau..., Stop, noch mal: Das Verschenken von Papierschnitzeln beginnt. Um 17:30 werden die Preise dazu .... verschenkt.

Gut geraten: So hätte es die ETZ schon geben sollen. Prima Arbeit von Steeled Daemon.

Unter Assistenz der Glücksfee Lara bringt Knut jede Menge Utensilien unter das Volk. Sehr begehrt waren die 25 ultimativ letzten MZ-Kultbücher, die 20 absolut letzten Blechschilder und die 100 unwiderruflich letzten Werkstattposter. Garantiert war aber, dass jeder etwas abbekam.

Norbert erläutert das weitere Vorgehen in Sachen Forumsemme und nutzt die Gelegenheit, einige mehrfach vorhandenen Teile in bester Auktionsmanier zu verschenken. Der Erlös wird die TÜV-Kosten decken.

Lorchen zwängt sich in den erkennbar zu engen Nierengurt. Scheinbar spenden die Händler diese Teile grundsätzlich in Säuglingsgrössen. Die Wirkung eines solch engen Gurtes kommt aber einer Lymphdrainage ziemlich nahe.

Gerade hat diese Truppe mit S-Maik, Ckone, Stegro, Lothar und Arnd (arni25) noch über den Zweck der geschenkten Hand diskutiert, da geschieht auf der linken Seite etwas, was noch faszinierender ist: Magsd erscheint endlich, um seinen Nordkap-Fotovortrag zu halten. Gerüchte sagen, dass Lampenfieber vor dem Auftritt für die Verzögerung gesorgt hat.

 

 

MZ-Forumtreffen 2009 in Heiligenstadt: Der Freitag

Wer mich kennt, weiss um meine mässige Campingerfahrung – und das Equipment ist auch eher am unteren Ende der Skala einzuordnen. Dennoch klappt alles und die Nacht zum Freitag ist angenehm und erholsam. Die Temperatur ist bereits am Abend ziemlich gefallen, so dass es im Zelt ausgesprochen erträglich ist. Und der morgige Tag soll auch deutlich kühler werden als die letzten Tage. Sehr gut, die Hitze macht mich malade – es kann also nur noch besser werden.
Mitten in der Nacht glaube ich doch tatsächlich, ein Waschbär schleicht um Zelt und Motorrad und räumt alles mögliche aus dem Boot heraus. War natürlich nix!

Die erholsame Nacht endet für mich bereits um 5:30 und ich begebe mich zum ersten praktischen Test der sanitären Anlagen. Hier auf der linken Seite bin ich aber falsch.

Ab auf die rechte Seite und dann unter die Dusche. Nach kurzer Zeit fliesst wunderbar warmes Wasser aus der Leitung. So soll es sein und so muss ein Tag für mich beginnen.

Nach erfolgreicher und erfreulicher Morgentoilette gehts auf einen Bummel über den noch dunkelen und recht leeren Platz. Schauen wir mal, was gestern abend noch so alles angekommen ist: Hier der Schwertransporter von Peter aus Enepetal. Wer genau hinsieht, erkennt die kleine TS im SEAT.

Und TS Jens aus Erxleben ist mit der gelben TS angekommen. Hab ich nicht mehr mitbekommen gestern abend.

Wie aus dem Laden: Eine rote ETZ hat sich in unmittelberer Nähe niedergelassen. Ein schönes Motorrad von Cbronson.

Es wird heller, die Sonne geht auf. Kein schlechtes Schauspiel! Mal sehen, wie die Frühstücksvorbereitungen verlaufen.

Sehr schön, die Küche ist geöffnet und hinter der Theke nicht nur Mantafahrerein Renate (Vorsicht, diese Namensinfo kommt von Shadow-Witch Gabi), sondern auch unsere Hexe. Und Kaffee ist auch schon fertig, lange vor den offiziellen 8:00. Trinken wir also erst mal 1-2 Tässchen.

Auch Schraubi ist bereits wieder da - unermüdlicher Einsatz im Dienste des Treffens und der Gäste. Seine Rotax mit dem Honda-Tank und der stufigen Sitzbank ist ihm übrigens ausgesprochen gut geraten.

Bevor das Frühstücksbüffet kommt, gehts noch mal kurz an die Aussichtsplattform. Beim Blick auf Heiligenstadt entdecke ich einen Fussweg dorthin ......

..... aber dieser steile Pfad ist nix für mich. Zwar sehr malerisch, aber viel zu steil für einen alten Motorradfahrer.

Das grüne Lastengespann von Matthew mit Kennzeichen WB. Auf meine (vielleicht etwas blöde) Frage, was das Kennzeichen bedeutet, erfahre ich es: West-Berlin. Hmmh, ja, ne. OK, ist also Wittenberg.

Mittlerweile ist es aufgebaut, das fränkische Frühstücksbüffet. Frische Brötchen, Wurst, Käse, Marmelade, ja, selbst Kuchen wird aufgefahren. Unglaublich. Ich vergebe 4 Sterne!

Unsere Hexe Gabi, auch als Shadow-Witch bekannt, geniesst das Frühstück mit Mueboe. Was Gabi allerdings überhaupt nicht drauf hat, sind Namen! Ich heisse bei ihr Hanni und die Information, dass die einheimische Mantafahrererin Renate heissen soll, dürfte auch mit Vorsicht zu geniessen sein. Habt ihr eigentlich gewusst, dass Mueboe in der Lage ist, das Geräusch jeder fallenden Emme täuschend echt zu immitieren? Skorpion stürzt auf feuchtem Gras, TS250 fällt in trockenen Sand oder ETZ schrappt auf dem Asphalt - kann er alles.

Wolfgang ist nur kurz nach mir aufgestanden und geniesst ebenso wie ich das liebevolle Frühstück. Vom Nachbartisch dringen gerade die mueboeschen Sturzimmitationen herüber, was aber nur kurz irritiert.

Achim taucht am Frühstücksbüffet auf - allerdings wesentlich schweigsamer als ich ihn sonst kenne. Und richtig früh ist das jetzt auch nicht mehr. Da frage ich mich, wie Achim im Forum immer wieder vordere Plätze im Frühaufsteher-Thread erzielt. Ich behaupte, ein umgebauter Daimler-Roboter schreibt die Beiträge für Achim und der ist in Wahrheit ein Langschläfer.

Magsd beim Zelebrieren des "French Breakfast". Eindeutig: Wir haben es hier mit einem zwar jungen, aber dennoch erfahrenen und weltgewandten Manne zu tun.

Unglaublich: Verräterische Gestalten haben die fränkische Fahne auf den Kopf gehängt. Wer ist für diese verruchte Tat verantwortlich: Bayrische Besatzer, schwäbische Neider oder sächsische Fahnenhasser? Werden wir es je erfahren?

Peter hat mit Andreas Hilfe den Schwertransporter ausgeräumt und die kleine TS zusammengebaut. Es wird jedoch nicht das letzte mal sein, dass diese MZ Werkzeug spürt.

Nach dem offiziellen Frühstück lädt Wolfgang nahtlos zum 2. Frühstück. Nicht schlecht, das verspricht, ein richtig fauler, äh, ruhiger Tag zu werden. Setzen wir uns also und beobachten das Treiben auf dem Platz. Denn heute dürften etliche Besucher anreisen. Könnte sein, dass wir ein wenig wie Waldorf und Stadler aus der Muppet-Show rüberkommen.

Und wir bekommen etwas geboten: Das DPD-Fahrzeug kommt rückwärts auf den Platz geschossen, der Fahrer öffnet die Hecktür. Aber statt eines Paketes fliegt ein fertig zusammengebautes Zelt auf die Wiese. Dann kommt noch eine MZ Skorpion in Sonderlackierung dazu und Fahrer und Fahrzeug verschwinden wieder. Nach Feierabend taucht der Kollege wieder auf und nimmt ab da am Treffen teil. Starker Auftritt!

Wieder ein frischer Besucher, der mir aber irgendwie bekannt vorkommt. Aha, aus Bad Hersfeld, ehemaliger Russentreiber und Besucher des Vogelsberger Gespanntreffens. Alles klar: Grüss dich, MZ500HEF.

Mit der Rotax ist MZ500HEF unter Garantie besser bedient als mit einem Russenboxer. Höchstens eine 350er Izh könnte eine Alternative sein.

Wie angekündigt schlägt das Wetter noch am Vormittag um, es wird kühler, grauer, und es beginnt zu regnen. Das Rotkreuz-Zelt wird kurzzeitig zum begehrten Unterschlupf - sowohl für Motorräder als auch für Menschen.

Schäfer Matthew aus Wittenberg auf der Suche nach seinen Schafen?

Immer ein Anziehungspunkt: Der Besen auf dem Shadow-Gespann von Gabi. Angeblich sogar TÜV-eingetragen: Ziffer 0.8.15 Wahlweise mit Reisigbesenbetrieb.

Bei dem Anblick werde ich ob meines lächerlichen Velorex-Bootes neidisch: Einfach alles, was dir in den Sinn kommt reinschmeissen und dann den Deckel zumachen.

Der kleine Rutscher von Colossos10 mit der Skorpion hat unschöne Folgen: Blinker, Spiegel, sogar die Verkleidung hats erwischt. Ärgerlich!

Clemens "Bausenbeck" hat das Treffen zu jedem Zeitpunkt fest im Griff - was er mit seiner Crew da hingezaubert hat, ist grossartig.

Wie kann ein Emmenmotor mit Bing-Vergaser derart sauber und öl- und benzinfrei sein?

"Nörgelmod" Norbert erscheint mit einem Hänger und bringt 3 Mofas für Schraubi mit. Schreckliche Fahrzeuge, wie ich finde, diese Herkules-Drecksdinger hab ich schon als Jugendlicher gehasst. Was mag Schraubi damit vorhaben? Schrottexport nach Shanghai?

Diesen Aufkleber finde ich genial!

Jetzt beginnt eine der spektakulärsten Episoden des Treffens - zumindest aus meiner Sicht: Ckone Christian ist mit seiner 200ccm Tula angekommen. Start heute morgen um 3:45, Ankunft genau 10 Stunden später. Aber das russische Baustellenfahrzeug hat durchgehalten!

Einziger Schaden: Bruch des Kupplungshebels, konnte von einem Fahrradschlosser mit Fahrradteilen repariert werden. Ganz ehrlich: Wer hat geglaubt, dass die Fuhre überhaupt ankommt? Und Christian sieht nicht mal geschafft, sondern recht relaxt aus.

Kaum jemand kann sich dem sozialistischen Charme der kleinen blauen Tula entziehen. Bis zum Ende des Treffens wird nahezu jeder Teilnehmer eine Probefahrt damit gemacht haben.

Gebläsegekühlter Motor mit Dynastart-Anlasser, Vergaser mit Rechteckschieber auf Mikunibasis. Angeblich ist die Basis des Motors ein deutscher Rollermotor aus den 50er Jahren: Der vom Goggo-Roller. Könnte sein.

Die riesige Werkzeugschale ist komplett gefüllt. Damit kannst Du die Tula wahrscheinlich vollständig zerlegen. Das wichtigste aber sieht man hier nicht: Die ADAC-Plus-Karte. Das Abenteuer mit der Tula bestärkt mich darin, mir eine Izh Planeta zuzulegen. Ist zwar nicht so exotisch wie die Tula, aber mir reichts.

Knut und Martina, die Schirmherren der Tombo ..., nein, der Schenkola. Auf Treffen des MZ-Forums wird nämlich nichts verlost, im Leben nicht.

Lothar ist mit der kleinen ES aus Dresden angereist, zusammen mit Mareafahrer und Herb. Lothar wird noch eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Forumsemme spielen, während Mareafahrer Thoralf sich auf andere Weise in Szene setzt.

Christian und Tula sind derart munter und fit, dass das Absteigen von der Maschine wie eine sportliche Übung wirkt. Das Gepäck wird dem Team von neugewonnenen Tula-Fans ehrfürchtig nachgetragen.

Knut drängelt sich zwischen die Zelte von Wolfgang und mir und überlässt den Aufbau generös seiner Martina. Für einen guten Ratschlag reicht die Zeit aber immer.

Der Lada von Knut und Martina ist bis unters Dach vollgestopft mit Schenkola-Preisen. Die beiden dürften heilfroh sein, dass die Utensilien endlich aus dem Häuschen verschwinden - nach vielen Monaten der Zwischenlagerung gibts wieder Platz.

Nachdem Martina das Zelt aufgebaut hat, braucht sie nur noch die samtige Luftmatratze aufzupumpen. Die dazu hilfreiche Pumpe hat aber Knut besorgt - dass nenne ich perfektes Teamwork.

Eichy und Sohn bauen mithilfe von Stegro ihr Zelt auf. Eine Anfrage vor dem Treffen hat ergeben, dass die Anreise mit einer Goldwing erlaubt ist - wenn sie denn von Stahmer gebaut wurde.

Die Anfahrt über die Autobahn hat Eichy mit Links erledigt. Dafür ist so ein Reisedampfer schon das richtige.

So wollen seine Fans Ckone sehen: Jeanskutte, Hochsicherheitshelm und Zigarre.

Schon in Sosa bemerkt. Hier fährt die ganze Familie konsequent Ostböcke.

Dieter aus Dortmund, diesmal ohne Töchterchen. Leider ereilt ihn auf der Heimfahrt ein Motorschaden.

Die ES von Herb mit TS250/1-Motor und MZ-B Anlage. Ähnlich rattig wie mein eigenes ES-Gespann - das deutet auf rauhen Betrieb auch im Winter hin.

Mitten in ein Gespräch voller sanft dahinplätschernder Harmonie erscheint eine grössere Truppe Südwestler.

Dabei auch Fränky mit dem schönen silbernen TS-Gespann mit den Zarges-Boxen als Boot. Diese Werkstatteinrichtung wird sich noch als sehr nützlich erweisen.

Eike Käfer im lässigen Bohemian-Outfit plant, den Kupplungsseitigen Simmerring der TS am Samstag mit fachkundiger Hilfe zu wechseln. Im Gespräch als Helfer sind Knut und Lorchen.

Ronny Koponny doch wieder mit einer Emme. Nachdem es eine zeitlang so schien, als wäre das für Ronny selbstverständlich, hat er durch leichtsinnige Bemerkungen im Vorfeld des Treffen dafür gesorgt, dass wieder Zweifel daran aufkamen. Ungerechtfertigt, wie wir jetzt wissen.

Mit einem solchen Navi könnte selbst ich mich anfreunden.

Denke, die Südwesttruppe ist jetzt ziemlich komplett. Sind bereits jetzt mehr als sieben Schwaben.

Bilde mir ein, diese Emme schon mal irgendwo gesehen zu haben. Mist, ich werde alt und vergesse alles.

Panne bei Peters TS: Bremsabstützung gelöst und dadurch den Bremszug bis zur Unbrauchbarkeit gelängt. Müsste sich morgen mit Teilen von Güsi wieder reparieren lassen.

Aus seinem recht umfangreichen Fuhrpark bringt Clemens "Bausenbeck" das schöne BK-Gespann zum Treffen, als Beifahrer seine Sprösslinge. Die werden morgen Abend hier oben ihren 15. Geburtstag feiern und hoffentlich etwas jugendlichen Esprit in die (meist) ollen MZ-Köppe bringen.

Jetzt ist der Südwesten erst richtig vollzählig: Mecki und Sohn Dominik. Georg konnte aufgrund beruflicher Gegebenheiten leider nicht mitkommen.

Ideale Last für einen leichten Velorex-Seitenwagen: Nein, natürlich nicht die Flasche Bier, sondern der schwere Fuss für Baustellenschilder. Bringt mehr als 20 kg und ist praktischer als Katzenstreu.

Die Taunuskäfer-Familie mit Nofretete und Waldi kommt mit PKW und Hänger, auf dem sich ein frisch restaurierter Roller befindet. Und auf der Rückfahrt werden noch ein paar BK-Teile abgeholt. Die Zeit läuft, denn die beiden wollen ihre BK innerhalb von 12 Wochen fertig haben - und eine Woche ist schon um.

Lorchen ist ja bekannt dafür, auf Treffen alle möglichen Fahrzeuge Probe zu fahren. Heute ist der Roller fällig. Zusammen mit Pit nächtigt Lorchen übrigens in einer Pension in Heiligenstadt. Die Gerüchte, dass in der gleichen Pension eine Therapeutin für Lymphdrainage eingezogen ist, wollen einfach nicht verstummen. Beobachter wollen die Therapeutin auf einem silbernen ETZ-Gespann gesehen haben.

Die Gesichter von Nofretete und Waldi wirken angespannt und keineswegs relaxt. Kein Vertrauen in Lorchen Fahrkünste? Nana!

Dennis, ein in der Szene bekannter Eskort- und Behörden-MZ-Sammler kommt am Abend und .....

..... bringt keine seiner Eskorten mit. Diese hier gehört nämlich Clemens (Bausenbeck). Sogar die Schwinge ist verchromt! Ob das korrekt und original ist, weiss ich aber nicht. Wer kanns sagen?

Am Abend dann dieses schöne schwarze TS-Gespann von Arni aus Hameln. Das sind ein paar Meilen Anfahrt.

Und dann der Spezialgast: Robert Mederer, zusammen mit einer seiner Traumfrauen. Robert ist der Verfasser des Kultbuches "Rache für 1866", ein Werk voller Motorrad- und MZ-Geschichten. Er liest ein paar Kapitel vor, und das ist noch schöner als selber lesen! Eine klasse Idee von Knut, umgesetzt dann von Martin H. Jede Menge handsignierter Bücher gehen über den Tisch.

Später, auf dem Weg ins Zelt, mache ich einen kleinen Boxenstop bei Mueboe und Magsd. Die beiden, zusammen mit einem weiteren Kollegen (Namen vergessen), werfen ein Simson Moped durch Drehen des Hinterrades an. OK, aber an einer TS 250 scheitern die Burschen. Von Mueboe bekomme ich übrigens ein Bundeswehr-T-Shirt passend zu meiner Camoflage-Hose quasi geschenkt. Nochmal besten Dank, Marco.

Aha, der DPD-Zeltabwerfer ist jetzt mit Zelt, Motorrad und Dienstfahrzeug komplett. Praktische Sache!

 

Eine Planeta wird konkret

Bereits am folgenden Tag erhalte ich per email Bilder der Izh, die in Hamburg abzugeben ist. Mir wird ein wenig unheimlich, aber es lässt sich nicht mehr stoppen und eine Planeta wird konkret.

Angeboten wird keine Planeta Sport, sondern eine „stinknormale“ Planeta 5 – und das ist exakt das, was ich will. Die Planeta wurde ursprünglich aufgebaut, um ein Geschenk innerhalb der Familie des Verkäufers zu werden, aber das Geschenk fand wenig Anklang. Deshalb soll sie jetzt weg. Und jetzt komme ich ins Spiel. Zum Glück fährt Dimitri, der Verkäufer, erstmal 2 Wochen in Urlaub, da habe ich ein wenig Zeit, meine Entscheidung zu treffen. Aber die Tendenz geht ganz klar in Richtung Planeta.