….. und dann noch die kleine – zu mehr reicht es heute leider nicht. Schließlich komme ich erst nach 16:00 los.
Das Wetter ist im Laufe des Tages immer besser geworden, und jetzt, am frühen Nachmittag, ist es geradezu überirdisch schön. Und dabei so warm, dass die leichte Motorradbekleidung völlig ausreichend ist, und das bis in den Abend hinein.
Ulrichstein, Schotten, Nidda, Ranstadt, Reichelsheim, Echzell – so kurve ich durch die schöne Wetterau. Und erst nach mehr als 50 Kilometern halte ich das erste mal an.

Über den Zaun der Absperrung hinweg habe ich einen prima Blick auf das Gelände. Ist eine faszinierende Mondlandschaft, die etwas Apokalyptisches ausstrahlt. Und ein wenig erinnert sie an den Erzberg in Österreich, auf dem in einem ähnlichen Gelände berüchtigte Motorradrennen ausgetragen werden. Wobei der Erzberg eine ganz andere Dimension hat, dagegen ist das hier ein Spielzeug-Steinbruch.

Aus dem Werkstor kommt dieser Schlepper mit dem großen Wasserfass, der Aqua-Speed. Er holt sich frisches Wasser aus dem kleinen Teich und vom Fahrer bekomme ich die Information, dass damit die gewaltige Staubentwicklung des Basaltwerkes gebunden wird. Ist eine gesetzliche Auflage und ohne das stünde hier permanent eine gewaltige Staubwolke. Nebenbei erfahre ich, dass der Fahrer auch Motorrad fährt, eine ältere Honda Shadow. So haben wir genügend Gesprächsthemen, bis das Wasserfass gefüllt ist.

….. innerhalb weniger Minuten der Himmel über der Wetterau dunkel geworden ist und am Horizont bereits die ersten Schauer herunter kommen. Da heißt es aber schnell weiter zu kommen und zwar in die entgegen gesetzte Richtung.