Auch der heutige Tag soll extrem heiss werden. Deshalb werden wir auf eine lange Fahrt verzichten und uns statt dessen in der näheren Umgebung von Schneeberg, Hoher Wand, Dürrer Wand und Himberg bewegen. Die Karte zeigt etliche Stichstrassen in die Bergwelt hinein und wir werden sehen, wie weit wir kommen.

Vor Fahrtbeginn bekommen unsere Roller aber den Salamander aufgeklebt. das Wahrzeichen der Schneebergbahn. Das haben sich die kleinen Fahrzeuge in der Bergwelt der Wiener Alpen verdient. Und nebenbei werden so noch kleine Macken im Lack verdeckt.

Nahe Gutenmann biegen wir von der Strasse ab in Richtung Rohrbach im Graben – und nach ganz kurzer Zeit befinden wir uns in der Einsamkeit der Bergwelt.

Nachdem wir den letzten Ort, nämlich Rohrbach, hinter uns gelassen haben, kommen wir zu Marias Land. Hinweisschilder darauf hatten wir schon mehrfach gesehen und waren bisher der Meinung, dass es sich bei Marias Land um einen Gastronomiebetrieb handeln würde. Das stimmt aber nur zum Teil, denn eigentlich ist es ein Konzept und ein System, in dem frischer Alpenlachs, also Forellen, und guter Wein erworben werden können. Außerdem werden Örtlichkeiten wie Grundstücke, Hütten und Weinkeller zum Vermieten für diverse Events angeboten.

Besonders hübsch sind die kleinen Weinkeller von Marias Land, die für kleine Festlichkeiten gemietet werden können.

Irgend wann ist die Strasse zu Ende, wird erst zum Feldweg und später zum Trampelpfad. Sicher könnten wir die Roller noch ein wenig höher treiben, aber wir befinden uns im Wasserschutzgebiet und möchten den Bogen nicht überspannen.

Später dann das Mittagessen aus der Hand an einem der Marterl, die ja wie auch hier meist ein Bankerl haben.

Weil ich mir einbilde, die Krümmerdichtung bläst etwas durch, suchen wir in Neunkirchen einen Vespa-Händler auf. Mulzet ist ein prima Laden, wo man sich sofort Zeit nimmt und hilft. Es stellt sich aber heraus, dass alles in bester Ordnung ist. Wahrscheinlich habe ich die Flöhe husten gehört, was ich ja sehr gut kann.

Nun schauen wir uns in Grünbach eine stillgelegte Zeche an. Ja, hier wurde tatsächlich Steinkohle abgebaut.

Die Gebäude befinden sich in einem erstaunlich guten Zustand, da könnte man schon etwas daraus machen.

Immerhin wurde hier bis 1965 Kohle abgebaut. Ich bin ja in einer Bergbauregion aufgewachsen und habe etliche Jahre in einem Bergwerk gearbeitet. Deshalb ist diese Mini-Zeche ziemlich interessant für mich.

In einem malerischen Tal außerhalb von Grünbach besuchen wir den (ehemaligen) Gasthof, in dem Jürgen in den 70er Jahren anlässlich seines Praktikums sechs Wochen lang gewohnt hat. Eine kleine Reise in die Vergangenheit also.