Samstag wird laut Egons Planung der Tag der Spiele werden – für mich also ein quasi freier Tag. So mache ich mich relativ spät auf den Platz und bin leicht überrascht, dass Egon auch für heute eine Ausfahrt angekündigt hat. Aber klar, für so nette Gäste wie die MZ-Foristi lege ich natürlich gern noch eine Tour ein. Und weil es recht viele Interessenten dafür gibt, hat sich Matthias „Diesel-HB“ bereit erklärt, ebenfalls eine Ausfahrt zu organisieren. Wer sich wundert, wie ein Bremer bzw. Oldenburger eine Ausfahrt im Vogelsberg organisieren kann: Matthias war schon so oft hier, dass er beinahe jeden Winkel unseres schönen Landstrichs kennt.
Die von Egon angekündigte Fahrt ins Knüllgebirge organisiere ich aber um: Ich weiss doch, wie schnell die Betreiber der Knüll-Jause bei großem Andrang ins Schwimmen geraten. Statt dessen gibt es eine Ausflug an den Rand der Rhön.

Erst einmal aber geht es auf eine kleine Platzrunde. Hier ist beispielsweise ein winziger Teillemarkt entstanden: Originale ETZ-Limateile.

Ronny „Koponny“ kommt mit einer zerkochten Batterie und baut gerade eine mitgebrachte von mir ein. Ist zwar kleiner, aber dreht den Anlasser der Transe prima durch.

Noch liegt recht dichter Nebel über dem Platz, aber laut Vorhersage soll der bald bösen Unwettern weichen. Deshalb verschieben wir den Start der kleinen Tour auf etwa 12:00.

Die havarierte Diversion von Marco wird neu verzurrt, und dann bringt Egon die Yamaha in seine Werkstatt nach Nieder-Ohmen. Eine tiefe innere Ahnung sagt mir, dass daraus doch wieder ein fahrfertiges Krad wird.

Und wieder der kleine Ares, der Liebling des gesamten Platzes. Diesmal hat er Dietmar um den Finger gewickelt.
Als gegen 12:00 immer noch kein Unwetter aufgezogen ist, machen wir uns mit sechs Gespannen und fünf Solomaschinen auf in Richtung Rhön.

…. nehmen eine kräftige Mahlzeit auf den Seeterassen am Niedermooser See und geniessen vor allem die Schönheit der Landschaft von Vogelsberg und Rhön.
Nach etwa 100 Kilometern halten wir wieder auf den Platz zu. Das Wetter hat wunderbar gehalten, auch wenn es manchmal so aussah, als käme genau jetzt das Unwetter. Aber nichts dergleichen, wir erreichen trockenen Fusses Windhausen.

Die größte Überraschung aber ist unser Metzgermeister Gernot aus dem Gemündener tegut, der rein zufällig dieses Treffen entdeckt hat und kurz herein schaut. Sein neues Motorrad, einen winzigen Chopper namens Husky, hat er leider nicht dabei.

Schnauz64 ist mit der Leistung seines Gespanns unzufrieden und versucht, die Zündung auf den korrekten Wert zu justieren. So richtig klappt das aber mit dem Nachbau-Unterbrecherkontakt nicht. Da könnte eine Vape helfen.

Katja und Michael aus Nieder-Ohmen hat es gestern auf dem Platz so gut gefallen, dass sie heute erneut erscheinen.

Dann beginnen auf dem Platz seltsame Aktivitäten. Holzgestelle werden aufgebaut, Pylone platziert und eigentümliche Requisiten bereit gelegt. Für mich das klare Zeichen, dass jetzt die angedrohten Spiele beginnen.

Und hier müsen die geöffneten Schnappverschlüsse von Bierflaschen mit einem Fingerschnips wieder verschlossen werden. Sehr kniffellig!

Diese Lady löst die Bierflaschenaufgabe derart gut, dass sie von Henner schon vorab zur inoffiziellen Siegerin in dieser Disziplin erklärt wird. Super Leistung!

Auch bei den Reifenwerfern sind enorme Leistungen und erstaunliche Techniken zu bewundern. Ollipa arbeitet wie beim Gespannfahren mit ganzem Körpereinsatz.

Noch kniffeliger als der Reifenwurf ist der Stockschirmwurf. Bei Arni scheint sich der Schirm eher von Zauberhand in Bewegung zu setzen. Optisch eine Augenweide, nur bleibt der Schirm nicht hängen – leider.

Noch mehr Eleganz und Esprit zeigt der Auftritt von Katja – an Schönheit kaum zu toppen, aber leider mit zu wenig erfolgreichen Würfen.

Die Königsdisziplin aber ist das Kochtopf-Bowling. Dabei muss der Teilnehmer, in eine Kittelschürze gehüllt, mit einem Schrubber einen Kochtopf mit Wackersteinen über einen Parcour treiben. Marco macht hier den Spielleiter und treibt seine Teilnehmer zu Höchstleistungen. Bei Peter ist sofort spürbar, dass er die Schrubbertechniken sehr gut beherrscht.
Ginas Auftritt muss einfach der Nachwelt erhalten bleiben – perfekt.

Egal, wie das Ergebnis von Friedels Auftritt ausfällt: Die höchste Punktzahl bei der Haltungsnote ist ihm nicht mehr zu nehmen.

Als Heimschläfer muss ich mich allmählich wieder verabschieden – schade, denn es wird gerade richtig lustig. Peter verabschiedet mich mit diesem Kronkorken-Kunstwerk und ich boller mit der Harley nach Hause. Bisher ist immer noch kein Regen gefallen, der kommt aber später so ab 21:00. Aber egal, das war erneut ein richtig guter Tag heute in Windhausen.