Donnerstag, der 19.6.2014:
Am nächsten Morgen tun mir doch tatsächlich alle Gräten im Bereich der linken Schulter weh. Schöner Mist. Da werde ich heute mit dem Motorradfahren etwas vorsichtig sein und keine Riesentour mitmachen. Und so kommt es, dass Jürgen und ich heute getrennte Wege fahren.

Die geflickte Lampenhalterung bekommt noch zwei Zusatzlagen Tape verpasst. Sieht grausig aus, hält aber.
Auf geht’s, viel Spaß, Jürgen. Hoffentlich machst Du ein paar Fotos für’s Archiv.

Ich hingegen mache mich auf in den Dunkelsteiner Wald, eine kleine Landschaft, die wir bisher weitgehend unbeachtet nur gestreift haben. Zu Unrecht, wie ich meine.

Der Dunkelsteiner Wald hat Höhenzüge bis zu 700 m und so herrscht hier ein rauheres Klima als in der angrenzenden Wachau. Ein bisschen ist es also wie im Vogelsberg und selbst ein paar Ortsnamen sind identisch.

120 Kilometer klappt die Fahrerei recht gut und macht mir wenig Beschwerden. Aber anstatt aufzuhören, drehe ich noch eine Runde durch das Dirndl-Tal. Das war eindeutig zu viel und schon zwickts wieder.
Gegen 14:00 ist meine kleine Fahrt durch den Dunkelsteiner Wald und das Dirndl-Tal beendet. War nett, anfangs mit Sonnenschein und später mit etwas Bewölkung, aber ohne Regen. Das waren nun meine letzten Motorrad-Kilometer in Niederösterreich für dieses Jahr.
Jürgen kommt etwa eine Stunde später zurück. Er hat die Fahrt abgebrochen, weil es richtig kalt wurde und auch zu regnen anfing. Das war aber auch das einzige mal, dass die Regenklamotten zum Einsatz kamen.
Weil es mittlerweile richtig heftig regnet und die Vorhersage für Morgen auch nur von Regen spricht, beschließen wir, am nächsten Tag abzureisen. Vorher werden wir aber noch einmal St. Pölten besuchen.