Die nächste Fahrt: Als wär's schon meine eigene!

In den letzten Tagen haben Egon und ich bereits einiges an der Suzuki geschraubt: Neue Reifen waren das wichtigste und ich habe mich für die BT 021 entschieden. Die Tieferlegung wurde rückgängig gemacht, die Kette gespannt, neue Bremsbeläge montiert, neue Bremsflüssigkeit eingefüllt und ich habe eine gewaltige Reinigungsaktion gestartet. Jedenfalls ist alles bereit für die heutige Ausfahrt und ich muss sagen: Ich hatte heute noch mehr Spass an der Suzi als beim letzten mal. Nie wieder werde ich etwas gegen moderne japanische Motorräder sagen und dass die "seelenlos" sind, ist eigentlich Quatsch. Nach wie vor ist die SV optisch nicht der Renner für mich, aber die inneren Werte sind einwandfrei. Und entsprechend habe ich auch diese Fahrt genossen.
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Ehrlich wahr: Die Distanzen schwinden mit einem Motorrad wie der SV. Zack-zack bin ich in Alsfeld zum Tanken und freiwillig benutze ich dazu schnelle Bundesstrassen. Mit meinen Ostböcken meide ich die und suche mir Nebenstrecken, aber jetzt machts richtig Spass, auf den Bundesstrassen mit deutlich, sehr deutlich, über 100 km/h zu fahren. Schaue kurz am BDMP-Schiessstand vorbei, auf dem ich morgen einen Wettkampf habe. Dazu werde ich aber ein Gespann nehmen.
Der Altkreis Alsfeld fliegt nur so vorbei und schon bin ich am Rande des Knüllgebirges. Die Landschaft ist innerhalb der letzten 3 Tage herrlich grün geworden. Hier bin ich jetzt auch wieder auf meinen geliebten Nebenstrecken - aber auch die machen mit der Suzi Spass. Allerdings muss ich aufpassen, dass ich nicht meine mühsam entdeckte Langsamkeit wieder verliere. Beim jetzigen Tempo mit der Suzi bekomme ich jedenfalls von der Gegend viel weniger mit als mit meinen Ostböcken. Da muss ich den richtigen Kompromiss noch finden.
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Schnell auf einen leckeren Cappuccino in der Fussgängerzone von Neukirchen im Knüllgebirge.
Und für die extrascharfe Currywurst fahre ich mal eben nach Schwalmstadt. Wie ich schon sagte: Die Distanzen verkürzen sich.
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Von der Currywurst zum Ausflugslokal am Antrifttal-See - das ist heute nur ein Katzensprung.
Und genauso schnell bin ich von dort aus wieder in Heimatnähe, hier an der (ehemaligen) Tierversuchsanlage Neuullrichstein.
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Zu guter letzt noch ein Stop beim Suzukihändler Räbiger in Büssfeld - den ich jezt mit ganz anderen Augen sehe. Hier entdecke ich aber auch, dass eine Strebe des Gepäckhalters komplett gebrochen ist - dabei habe ich bisher noch gar kein Topcase oder Packtaschen transportiert. Naja, optisch fand ich den Träger ohnehin ziemlich misslungen, jetzt habe ich einen guten Grund, das praktische Teil erst einmal zu demontieren.
Heute habe ich in relativ kurzer Zeit mal eben 200 km abgerissen und gefühlt waren das nicht mal 100. Jetzt noch auf 2 Stündchen ins Schützenhaus und in letzter Sekunde für den morgigen Wettkampf trainieren. Habe ohnehin starken Trainingsrückstand .......


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