{"id":354,"date":"2009-10-04T12:53:57","date_gmt":"2009-10-04T11:53:57","guid":{"rendered":"http:\/\/berni.fmode.de\/wordpress\/?p=354"},"modified":"2012-02-28T08:09:30","modified_gmt":"2012-02-28T07:09:30","slug":"das-mz-5-gang-getriebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/berni.fmode.de\/wordpress\/?p=354","title":{"rendered":"Das MZ-5-Gang-Getriebe"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"20091004\"><\/a>An diesem Sonntag Morgen haben Arne und Christof einen Artikel ins MZ-Forum gesetzt, der an Professionalit\u00e4t den Standardwerken von NN oder Wildschrei vergleichbar ist! Eine derat gute Beschreibung des MZ-Getriebes habe ich bis dato noch nicht gesehen. Das MZ-Getriebe hat seinen Schrecken f\u00fcr mich verloren. Ich bedanke mich f\u00fcr diese perfekte Arbeit, die ich euch nicht vorenthalten m\u00f6chte:\u00a0 <span style=\"color: #333333;\">Probleml\u00f6sungen f\u00fcr das grosse 5-Ganggetriebe.<\/span><\/p>\n<p>Gewidmet dem MZ Forum f\u00fcr MZ Fahrer, http:\/\/mz-forum.com<\/p>\n<p>Verfasst von den Forumsmitgliedern ETZploited und Christof im September 2009.<br \/>\nMit Dank an die Unterst\u00fctzung durch Kerzengesicht13 und Lorchen<\/p>\n<p>Irrt\u00fcmer und \u00c4nderungen vorbehalten.<br \/>\nDie kommerzielle Nutzung ist untersagt, die Weitergabe des vollst\u00e4ndigen und unver\u00e4nderten Dokuments f\u00fcr private Zwecke gestattet.<\/p>\n<p>Literatur<br \/>\n[NM81] Heinz Neuber, Karlheinz M\u00fcller (1981): Wie helfe ich mir selbst \u2013 MZ Motorr\u00e4der,<br \/>\n1. Auflage, Berlin, VEB Verlag Technik<\/p>\n<p>Hinweise zur Funktion des Schaltautomaten<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic01.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"418\" \/><\/p>\n<p>Abb.1 Getriebe (A&#8230;Antriebswelle, B&#8230;Abtriebswelle) und Schaltautomat (1&#8230;Schaltwelle mit Schaltst\u00fcck, 2&#8230;Schaltwalze, 3&#8230;Schaltgabelf\u00fchrungsbolzen mit Schaltgabeln)<\/p>\n<p>Das Getriebe besteht aus einer An- und Abtriebswelle (A und B, Abb.1) mit stirnverzahnten Schalt- und Gang- bzw. Losr\u00e4dern. Die Zahnflanken der durch An- und Abtriebswelle gegenseitig gepaarten Zahnr\u00e4der stehen im st\u00e4ndigen Eingriff; Beim Schalten werden die Zahnr\u00e4der durch Schaltgabeln \u00fcber F\u00fchrungsnuten verschoben.<br \/>\nN\u00e4here Einzelheiten dazu finden sich im Aufsatz<a href=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/getriebe.pdf\"> &#8222;Funktionsweise Getriebe 5 Gang TS\/ETZ 250 und 4 Gang TS 250&#8220;<\/a><\/p>\n<p>Bei Bet\u00e4tigung des Schalthebels beim Schalten wird die Drehbewegung der Schaltwelle (1) durch die Schaltwalze (2) in Linearbewegungen der Schaltgabeln umgewandelt.<br \/>\nDie Gabeln werden von der Walze synchron bewegt und dabei vom Schaltgabelf\u00fchrungsbolzen (3) gef\u00fchrt, siehe Abb.2 und 3. Dieser Schaltautomat wird technisch auch Schrittschaltwerk genannt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic02.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"332\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic02.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"332\" \/><\/p>\n<p>Abb.2 Montagevorrichtung mit A&#8230;Antriebswelle, B&#8230;Abtriebswelle, 3&#8230;F\u00fchrungsbolzen und Schaltgabeln G10&#8230;Schaltgabel #010, G11&#8230;Schaltgabel #011 G12&#8230;Schaltgabel #012;<br \/>\nX&#8230;Verl\u00e4ngerung des F\u00fchrungsbolzens zur F\u00fchrung des Schaltarretierhebels<\/p>\n<p>Beachte: Im [NM81], S.150, Abb. 2.15.71 erfolgt die Bezeichnung der Schaltgabeln in falscher Reihenfolge!<\/p>\n<p>Hinweis: Da beide Wellen, Schaltgabeln und Walze bei der Montage des Motors als Paket in die Geh\u00e4useh\u00e4lfte eingesetzt werden m\u00fcssen, bietet sich zum Zusammenstecken derselben die leicht selbst zu fertigende, in Abb. 2 gezeigte Montagehilfe an; damit liegen die beiden Wellen parallel und F\u00fchrungsbolzen sowie Schaltwalze k\u00f6nnen leicht aufgesteckt werden.<br \/>\nDas Zusammenstecken erfolgt \u201ekopf\u00fcber\u201c.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic03.jpg\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"414\" \/><\/p>\n<p>Abb.3 Mit Schaltwalze komplettiertes Paket; E&#8230;Eingriff f\u00fcr Schaltst\u00fcck der Schaltwelle (1), Abb.1, M&#8230;Mulde f\u00fcr Leergangsarretierung, S&#8230;Schaltstern, D&#8230;Deckscheibe<\/p>\n<p>Eine Besonderheit dieser Schaltung ist, dass die G\u00e4nge durch den Schalthebel nur vorgelegt werden. Das endg\u00fcltige Einlegen und Arretieren der G\u00e4nge \u00fcbernimmt dabei der federbelastete Arretierhebel (SH) siehe Abb. 4 (befindlich hinter dem Prim\u00e4rtrieb unter dem linken Motorseitendeckel). Beim Schaltvorgang wird dabei je nach Gang die Feder durch den Hebel und den Schaltstern (S) (auf der Schaltwalze hinter der Deckscheibe (D)) vorgespannt. Dabei kommt die Rolle (R) meist ein kleines St\u00fcck hinter dem h\u00f6chsten Punkt am Stern zum stehen; Bei der R\u00fcckkehr des Ganghebels in die Ruheposition entspannt sich die Feder und die Rolle dreht dabei die Schaltwalze in die endg\u00fcltige Position.<\/p>\n<p>Hinweis: Die G\u00e4nge werden dadurch schonend und ger\u00e4uscharm eingelegt; Zus\u00e4tzlich entfallen dabei die vom 4-Gang-Getriebe bekannten langen Schaltwege.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic04.jpg\" alt=\"\" width=\"439\" height=\"422\" \/><\/p>\n<p>Abb.4 Schaltarretierung, au\u00dferhalb des Rumpfmotors unterhalb des Prim\u00e4rtriebs gehalten;<br \/>\nA&#8230;Antriebswelle, SH&#8230;Schaltarretierhebel, R\u2026Rolle am Schaltarretierhebel, X&#8230;Schaltgabelf\u00fchrungsbolzen siehe Abb.2, D&#8230;Deckscheibe der Schaltwalze siehe Abb. 3<\/p>\n<p>Abb. 5. zeigt das Zusammenspiel der Rolle (R) und des Schaltsterns (S).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic05.jpg\" alt=\"\" width=\"429\" height=\"341\" \/><\/p>\n<p>Abb.5 Form des Schaltsterns und Drehrichtung der Walze beim Schalten, 1-5&#8230;Positionen f\u00fcr G\u00e4nge 1-5, L&#8230;Leergang<\/p>\n<p>Daraus ist auch schematisch die Einbauposition des Schaltsterns in Abh\u00e4ngigkeit des gerade eingelegten Ganges ersichtlich, die in der Literatur nirgends erw\u00e4hnt wird.<\/p>\n<p>Der Leergang (und beim 5-Gang-Getriebe nur dieser) wird \u00fcber die Leergangarretierungsschraube fixiert. Diese an der Unterseite des Motorblocks befindliche Schraube besitzt eine Hohlbohrung, in der eine federbelastete Kugel gegen die Schaltwalze dr\u00fcckt und in Position des Leergangs in der Mulde (M), siehe Abb. 3, ruht; Ersichtlich auch in Abb. 6.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic06.jpg\" alt=\"\" width=\"322\" height=\"337\" \/><\/p>\n<p>Abb.6 Position der Leergangarretierungsschraube L<\/p>\n<p>Hinweis: Sollte die Leergangarretierungsschraube versehentlich beim \u00d6lablassen herausgedreht worden sein, kann sie einfach samt Feder und Kugel wieder hineingedreht werden. Dabei ist die Flachdichtung (Aluring zwischen Geh\u00e4use und Schraubenkopf) nicht zu vergessen.<br \/>\nAuf die Schaltbarkeit des Getriebes hat sie keinen Einfluss, das Fehlen von Feder und Kugel birgt jedoch die Gefahr, dass im Stand ungewollt der erste oder zweite Gang einrastet.<\/p>\n<p>Nun nochmals zur\u00fcck zu den eingangs nur kurz erw\u00e4hnten Getriebezahnr\u00e4dern.<br \/>\nSie besitzen entweder Schaltklauen oder Fenster (bei den Gangr\u00e4dern der Abtriebswelle), durch die beim gegenseitigen Ineinandergreifen der Kraftschluss erfolgt und somit die \u00dcbertragung des Kraftflusses gew\u00e4hrleistet wird, siehe Abb. 7.<br \/>\nHierf\u00fcr sind die seitlichen Kanten der Klauen im Winkel von 3\u00b0 hinterschnitten, siehe Abb.8<br \/>\n(Beachte: Hinterschneidung der \u00e4lteren Viergangmotoren im Winkel von 5\u00b0.)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic07.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"286\" \/><\/p>\n<p>Abb.7 Abtriebswelle mit G1&#8230;Gangrad 1. Gang, S13&#8230;Schaltrad 1.\/3. Gang, G3&#8230;Gangrad 3.Gang, G2&#8230;Gangrad 2. Gang, S2&#8230; Schaltrad 2.Gang<br \/>\nDie Schaltr\u00e4der auf der Abtriebswelle haben Schaltklauen, die Gangr\u00e4der (auch als Losr\u00e4der bezeichnet) Fenster<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic08.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"380\" \/><\/p>\n<p>Abb.8 Hinterschneidung an den Schaltklauen<\/p>\n<p>Verschlei\u00df am Getriebe<\/p>\n<p>Schaltgabeln<br \/>\nSie m\u00fcssen rechtwinklig zum F\u00fchrungsbolzen stehen und d\u00fcrfen nicht mehr als 0,4mm eingelaufen sein. Nicht rechtwinklige stehende Gabeln wird man im Regelfall bei der Demontage schon an den Anlassfarben erkennen. Blau angelaufene Gabeln sind ausgegl\u00fcht und m\u00fcssen gewechselt werden, sie haben ihre H\u00e4rte verloren, siehe Abb. 9.<\/p>\n<p>Gangr\u00e4der<br \/>\nSind die Fensterkanten abgenutzt, m\u00fcssen diese getauscht werden, siehe Abb. 12.<\/p>\n<p>Schaltr\u00e4der<br \/>\nFehlende Hinterschneidung und abgenutzte Kanten erfordern auch hier einen Tausch, siehe Abb. 10. und 11.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic09.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"241\" \/>Abb.9 Schaltgabel, die deutliche Einlaufspuren und Anlassfarben aufweist<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic10.jpg\" alt=\"\" width=\"239\" height=\"224\" \/>Abb.10 Im Hintergrund restlos verschlissenes Schaltrad, im Vordergrund zugeh\u00f6riges verschlissenes Gangrad<\/p>\n<p>Beachte: Ist die Hinterschneidung eines Schaltrades soweit abgenutzt, dass im Betrieb des Fahrzeugs schon einzelne G\u00e4nge nicht mehr einrasteten oder st\u00e4ndig wieder ausrasteten (h\u00e4ufig betroffen ist der 3. Gang, etwas weniger h\u00e4ufig auch der 2.), so sind neben dem Schaltrad im Regelfall auch das zugeh\u00f6rige Gangrad wie auch die zugeh\u00f6rige Schaltgabel betroffen und m\u00fcssen ebenfalls getauscht werden. Beim Ausrasten des Schaltrades werden die Fensterkanten des Gangrades \u00fcberm\u00e4\u00dfig belastet, und die Schaltgabel, die das Schaltrad festhalten \u201emuss\u201c, l\u00e4uft innerhalb k\u00fcrzester Zeit ein. Sind bei einer Motorrevision deutlich sichtbare Abnutzungen der Hinterschneidungen sichtbar, sollten die entsprechenden Zahnr\u00e4der vorsorglich getauscht werden, um Folgesch\u00e4den zu vermeiden.<br \/>\nAn der Abtriebswelle unterliegen die Kanten in Motordrehrichtung, bei der Antriebswelle die Kanten gegen die Motordrehrichtung dem h\u00f6chsten Verschlei\u00df.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic11.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"375\" \/><\/p>\n<p>Abb.11 Schaltrad 1.\/3. Gang mit verschlissener Hinterschneidung<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic12.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"375\" \/><\/p>\n<p>Abb.12 Blick auf die Fensterkanten des zugeh\u00f6rigen Gangrades 3. Gang (durch die Fenster des Gangrades 2. Gang hindurch). Man erkennt das ausgeschlagene Fenster und die ausgeschlagene Klaue.<\/p>\n<p>Ungeachtet dessen werden die Getrieber\u00e4der unbrauchbar durch Risse, Ausbr\u00fcche und Besch\u00e4digungen der Zahnflanken.<\/p>\n<p>Beachte: Grunds\u00e4tzlich h\u00e4ngt die ordnungsgem\u00e4\u00dfe Funktion von Getriebe und Schaltautomaten von sachgem\u00e4\u00dfer Montage und Wartung ab.<br \/>\nStets ist die richtige Einstellung der Kupplung sowie die richtige F\u00fcllmenge eines geeigneten Getriebe\u00f6ls zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>H\u00e4ufige Schaltprobleme: Fehlerbild, Ursache, Abhilfe<\/p>\n<p>1. Schalthebel kehrt nicht in Position zur\u00fcck, h\u00e4ngt nach unten<\/p>\n<p>R\u00fcckholfeder der Schaltwelle durch Erm\u00fcdung gebrochen<br \/>\nMotor ausbauen; Laufgarnitur, Lichtmaschine und Sekund\u00e4rtrieb entfernen; rechte Geh\u00e4useh\u00e4lfte \u00f6ffnen, Schaltwelle herausziehen (siehe Abb. 13) und Feder wechseln.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic13.jpg\" alt=\"\" width=\"357\" height=\"300\" \/>Abb.13 Halb herausgezogene Schaltwelle mit R\u00fcckholfeder (1),<br \/>\nSchaltanschlag f\u00fcr Feder (2)<\/p>\n<p>2. Einzelne G\u00e4nge springen heraus (insbesondere dritter oder zweiter Gang)<\/p>\n<p>Schaltr\u00e4der verschlissen, siehe obiger Abschnitt \u201eVerschlei\u00df am Getriebe\u201c<br \/>\nKomplettzerlegung von Motor und Getriebe notwendig<\/p>\n<p>3. Mehrere oder alle G\u00e4nge rasten beim Schalten nicht ein oder die Schaltung hakt<\/p>\n<p>Deckscheibe des Schaltarretierhebels locker oder gel\u00f6st (vgl. Abb. 4, dort ist die Deckscheibe D sichtbar locker); Arretierhebel ausgeklinkt; Feder ausgeklinkt oder gebrochen Linken Seitendeckel des Motors abnehmen; Versuch der Kontrolle des Arretierhebels und der Deckscheibe (das Prim\u00e4rtriebsrad ist im Weg!);<br \/>\nFalls er nicht blo\u00df aus der F\u00fchrung in der Schaltwalze gesprungen ist und wieder eingeklinkt werden kann, dann Demontage Kupplung und Prim\u00e4rtrieb<br \/>\nAufsetzen des Schaltsterns siehe Abb. 5, Senkkopfschraube sichern (K\u00f6rnerschlag, Schraubensicherung)<\/p>\n<p>Schaltgabeln verzogen<br \/>\nM\u00f6gliche Folge von Gewalteinwirkung auf die Schaltwelle; Zerlegung des Motors notwendig.<\/p>\n<p>Axialspiel der Abtriebswelle zu gro\u00df<br \/>\nSiehe Abschnitt 4.<\/p>\n<p>4. Schaltschwierigkeiten, evtl. jeweils nur beim Hoch- oder Runterschalten in den dritten Gang<\/p>\n<p>Die schwimmend gelagerte Getriebeabtriebswelle wandert im Geh\u00e4use, da Axialspiel nicht oder nicht richtig ausdistanziert wurde<br \/>\nDann l\u00e4sst sich die Abtriebswelle am betriebswarmen Motor mit Gummihammer unter sanften Schl\u00e4gen merklich wieder zur\u00fccktreiben<\/p>\n<p>Sekund\u00e4rtrieb abbauen, Dichtkappe Abtrieb entfernen, Luft zwischen Dichtkappe und Abtriebslager auf 0.2-0.4mm mittels Distanzscheiben ausdistanzieren.<br \/>\nExakt: Abstand A (= Abstand Lagerau\u00dfenring &#8211; Dichtfl\u00e4che Motorengeh\u00e4use), Abstand D (= Dichtungsdicke, Papierdichtungen gew\u00f6hnlich mit 0.5mm St\u00e4rke), Abstand B (Abstand Dichtfl\u00e4che der Kappe &#8211; Anlagefl\u00e4che Distanzscheibe) messen; die erforderliche Gesamtdicke der Distanzscheiben (in verschiedenen Dicken erh\u00e4ltlich) s ergibt sich aus s = (A + D) &#8211; (B + 0.2 &#8230; 0.4)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"TS\" src=\"http:\/\/berni.fmode.de\/www\/mz\/ts250\/2009\/1004\/pic14.jpg\" alt=\"\" width=\"460\" height=\"480\" \/><\/p>\n<table cellspacing=\"20\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">Abb.14 Abstand A zwischen Lagerau\u00dfenring und Dichtfl\u00e4che des Geh\u00e4uses mittels Tiefenlehre messenBeachte: Eine Fehlerdiagnose anhand der auftretenden Symptome ist nicht zwingend eindeutig. Ggf. bietet es sich an, mit den Pr\u00fcfungen bzw. der Diagnose von Punkt 4 in Richtung Punkt 2 vorzugehen.<\/td>\n<td valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An diesem Sonntag Morgen haben Arne und Christof einen Artikel ins MZ-Forum gesetzt, der an Professionalit\u00e4t den Standardwerken von NN oder Wildschrei vergleichbar ist! Eine derat gute Beschreibung des MZ-Getriebes habe ich bis dato noch nicht gesehen. 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