Es riecht nach Schnee …..

….. das hatte ich schon gestern Abend vor mich hin gemurmelt. Und das mit leicht sorgenvoller Miene, denn heute ist eigentlich eine Fahrt in den Taunus zum Tag der offenen Tür bei Zweirad-Sicorello in Waldems geplant. Aber weil mich meine Nase nicht getäuscht hat, fällt diese Fahrt wegen massiven Schneeeinbruchs aus – leider.

Zweirad-Sicorello

Kein Wetter zum Fahren, zu kalt zum Schrauben – da kommt diese Einladung in den nahen Taunus gerade zur rechten Zeit.

Es riecht nach Schnee

Und dann am frühen Morgen das !!! Da muss die Reise durch Vogelsberg und Taunus ausfallen.

Aber zum Glück hat der gute Dieter aus dem Enfield-Forum ein paar Bilder für mich gemacht. Seht selbst:

Zweirad-Sicorello

Obwohl auch der Taunus tief eingeschneit war, haben doch etliche Besucher den Weg nach Waldems gefunden. Das liegt natürlich an den Motorrädern und vielleicht auch ein ganz kleines bisschen an den rustikalen Speisen und Getränken, die es hier gibt.

Zweirad-Sicorello

Äppelwoi und Schnabbs lässt so manches Bild verwackeln, aber einige Gesichter kommen mir dennoch bekannt vor.

Zweirad-Sicorello

Ganz sicher bin ich mir nicht, aber heute scheint das Augenmerk mehr auf der Marke MASH als auf Royal Enfield zu liegen.

Zweirad-Sicorello

Der inoffizielle Botschafter der Marke MASH stellt der Damenwelt die Produktpalette gern vor.

Zweirad-Sicorello

Ob der Kaufvertrag schon unterschrieben ist? Man weiss es nicht so recht. Aber hier passt alles zusammen.

Da macht nix Spaß ……

…… in diesem trüben November des Jahres 2017. Hundespaziergänge, Werkstattarbeiten, Computersitzungen, Bücher lesen – nichts. Das beste wäre ein Winterschlaf bis Mitte März – oder ein Flug nach Madeira.

Leihhund Yello

Immerhin erwischen wir beim morgendlichen Spaziergang eine Regenpause.

Motor Bullet

Ein Päckchen aus England enthält die fehlenden Pass-Stehbolzen für das Gehäuse des Reservemotors.

XBR Federn

Für die Honda XBR liegen die progressiven Wirth-Federn bereit – nur ich bin es noch nicht. Aber die nächsten zwei Tage soll es wärmer werden, da könnte ich mich an die Hondagabel machen.

Das waren auch schon meine Tätigkeiten in der Werkstatt. Zum Glück kam heute eine E-Mail aus Berfa mit einem Bericht über die Royal Enfield Interceptor 700 – der wird jetzt gelesen.

Überholung eines Enfield Motors

In diesem Beitrag beschreibe ich die Überholung eines Enfield-Motors. 2011 hatte ich über ebay einen Motor unbekannten Zustandes in München gekauft. In den Jahren, in denen meine graue Bullet im Besitz von Marcus war, wurde diesem Motor der Zylinder samt Kolben entnommen und diese Teile laufen seitdem in der Grauen. Ansonsten ist der Motor aber noch unberührt, aber das wird sich jetzt ändern.

Ich werde den Motor schön langsam nach und nach zerlegen und dann wieder aufbauen. Was verschlissen ist, wird erneuert, die Pleuelagerung in der Kurbelwelle soll verbessert werden und der Motor soll 535 ccm bekommen. Alles weitere wird sich zeigen.

14.11.2017: Schrauben-Wirrwarr

13.11.2017: Bessere Methoden

8.11.2017: Wärme hilft

7.11.2017: Auseinander

4.11.2017: Gutes Werkzeug

23.10.2017: Bestandsaufnahme

Gutes Werkzeug – gute Arbeit

Wie üblich beginnt der Tag mit einem langen Gang mit Yello. Heute treffen wir dabei jede Menge anderer Hunde und diese Begegnungen sind immer recht amüsant.

Yello und Idefix

Zuerst treffen wir auf Idefix, der ein guter Freund von Yello ist. Die beiden toben und verausgaben sich dabei total. Später kommt noch Bifi dazu und zum Schluß taucht ein Riesendackel auf, der sich jedoch nicht an den Aktionen beteiligt.

Dann aber gehts ab in die faszinierende Welt der Zweiräder und dabei geht es zunächst um Werkzeug.

Gutes Werkzeug – gute Arbeit: Immer wieder zeigt sich die Wahrheit dieser Aussage. In meinem Fall komme ich mit dem Zerlegen des Reserve-Motors für die Enfield nicht weiter, weil ich das Antriebsrad für die Steuerseite nicht abgezogen bekomme.

Jetzt konnte ich mir so einen Abzieher ausleihen und in wenigen Minuten ist das Problem gelöst.

Abzieher Bullet

Da ist der Abzieher, eine gute und solide Konstruktion und keinesfalls schlampig gefertigt. Zwei Halbschalen greifen massiv hinter das abzuziehende Steuerrad und eine Kugel drückt auf die Kurbelwelle.

Steuerseite Bullet

Wie im indischen Handbuch beschrieben sitzt das Steuerrad tatsächlich sehr fest auf der Kurbelwelle. Dennoch – dem Abzieher ist das Rädchen nicht gewachsen und ich kann sogar den Abzieher mit der Hand festhalten. Knacks, ist das Rädchen runter.

Motor Bullet

Jetzt könnte ich mit dem Zerlegen des Motors weiter machen, aber weil das Wetter heute erneut recht ordentlich ist, drehe ich lieber eine Runde mit der Honda XBR.

1987er Honda XBR 500

Immer wieder erstaunlich, wie gut die alte Honda auch nach längeren Pausen mit dem Kickstarter anspringt: 3 x ohne Zündung durchtreten, dann mit Zündung und meist läuft der Motor beim ersten Kick. Das war mit Yamahas SR500 und auch den Rotax-Motoren doch ein klein wenig kniffeliger. Der RFVC-Motor ist schon klasse. Heute kreise ich ein wenig im Dreiländereck Vogelsbergkreis-Mail-Kinzig-Kreis-Wetteraukreis und halte hier an der Staatsdomöne Konradsdorf.

1987er Honda XBR 500

Den Laden vom Honda-Mirthes in Ober-Mockstadt kann ich mir um diese Zeit und an einem Samstag nur noch von aussen anschauen.

1987er Honda XBR 500

Etwas mehr Zeit nehme ich mir für das kleine Schößchen in Bingenheim.

1987er Honda XBR 500

Heute ist die gesamte Region von einem leicht trüben Schleier überzogen, da hat die Sonne kaum eine Chance. Hat aber den Vorteil, dass ich quasi blendfrei touren kann.

1987er Honda XBR 500

Und schon gegen 16:30 fahre ich einsam der untergehenden Sonne nach. War eine schöne Fahrt und gefroren hab ich keine Sekunde. Wie immer in der letzten Zeit wurden aus den geplanten 50 Kilometern wieder deutlich über 100, das scheint mein neues inneres Längenmaß zu werden.

Mordor im Vogelsberg

Eigentlich ein ganz netter Tag ist der heutige Freitag. Zumindest am Rande des Vogelsberges ist es nicht allzu kalt und es scheint beinahe durchgängig die Sonne. Trotzdem ziehe ich um 14:00 eine zusätzliche Schicht Funktionsunterwäsche an, als ich die E-Start-Bullet anwerfe um zum Tanken in die Wetterau zu fahren. Dabei werde ich erneut eine Ladung Bactofin einwerfen, um Tank und Vergaser während der bevorstehenden Ruhezeiten vor Korrosion und bösen Bakterien zu schützen.

2007er Royal Enfield Bullet 500 ES

Beim Start ist es im Vogelsberg dann doch etwas bewölkter geworden, aber bereits im Hungener Schäferland scheint die Sonne wieder vom Himmel. Allerdings steht die Sonne bereits um diese Zeit, also gegen 14:00, so tief, dass sie beim Fahren in Richtung Westen extrem blendet. Und der Westen ist nun mal mein Ziel – zunächst jedenfalls.

2007er Royal Enfield Bullet 500 ES

Jetzt werden die Wälder im Zeitraffer dürr und die schönen bunten Blätter liegen zum Großteil am Boden. Es wird Winter!

2007er Royal Enfield Bullet 500 ES

In Nidda presse ich 12 Liter in den Tank und vorher ca. 10 ml Bactofin. Dann halte ich in einer großen Schleife wieder auf den Vogelsberg zu, jetzt aber auf den hohen Vogelsberg, also den Hoherodskopf. Hier bin ich aber erst beim Aufstieg auf das Bergdörfchen Stornfels.

2007er Royal Enfield Bullet 500 ES

Beim Panoramablick nahe Einartshausen ist es immer noch sonning und (relativ) warm – aber die Wärme hat garantiert eher mit meiner zusätzlichen Bekleidungsschicht zu tun.

Panoramablick Einartshausen

Den Panoramablick teile ich gern mit euch 🙂

2007er Royal Enfield Bullet 500 ES

Fast schlagartig wird es kalt und dunkel, als ich am Rande von Schotten über Götzen auf den Hohen Vogelsberg zu halte. Schwarze Wolken, entstanden am Hoherodskopf, decken zunehmend größere Teile des Umlandes zu. Sieht wirklich ein bisschen aus wie Mordor. Und jetzt kommt meine dritte Schicht richtig zur Geltung.

2007er Royal Enfield Bullet 500 ES

Ganz oben auf dem Hoherodskopf auf ca. 750 m Höhe ist von Sonne und Wärme überhaupt nichts mehr zu sehen und zu spüren. Dementsprechend hat sich auch nur eine Handvoll Biker hier eingefunden – und bis auf meine Enfield sind das alles GS – wirklich nur GS. Da bleibt mir nach kurzem Halt nur die Flucht in die tieferen Regionen.