Viel zu kurz

Heute geht es also zurück nach Deutschland. Wir haben den ganzen Tag Zeit und können deshalb in Ruhe frühstücken. Dann geht es zu unserem Hänger, der bereits beladen mit unseren Rollern in einem Garten bei Bekannten steht.

Österreich 2017

Der österreichische Hänger wird angedockt.

Österreich 2017

Die kritischen Blicke der Anwohner sind nicht gerechtfertigt, so schlecht haben wir die Roller nicht verzurrt.

Österreich 2017

Ein letzter Blick und dann geht es los. Wir werden bei der Wiener Neustadt auf die Autobahn A3 fahren und kurz vor Wien dann in Richtung Linz nach Westen abbiegen.

Die Rückreise verläuft bei gutem Wetter unspektakulär und ohne Probleme. Allerdings müssen wir anfangs einige male die Spanngurte an der Vespa nachziehen, die sich immer wieder lockern. Der Honda Spacy steht dagegen von Anfang an wie eine Eins. Aber irgendwann gibt auch die Vespa auf und steht fest.

Natürlich hätten wir den Urlaub lieber mit drei Rollern durchgezogen. Aber das sollte nicht sein und ich denke, wir haben das Beste daraus gemacht.

Die vielen nicht angefahrenen Ziele werden aber ziemlich sicher dazu führen, dass wir erneut ins glückliche Österreich kommen. Aus meiner Sicht war der Standort Puchberg perfekt und den würde ich gern beibehalten.

Worauf ich mich jetzt aber freue, ist eine Fahrt mit Sportster oder einer Enfield. So schön die Vespa auch gelaufen ist – sie ist einfach kein Motorrad. 🙂

 

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Über den Tellerrand geschaut

Heute ist unser letzter Tag im schönen Österreich! Traurig, aber so ist es nun mal. Ich als Rentner könnte ja locker verlängern, aber Jürgen ist noch nicht so weit und muss schon am Montag wieder in die Tretmühle.

Das schöne Wetter macht heut auch eine kleine Pause und es gibt zwischendurch immer wieder Regenschauer. Und dann müssen wir ja auch noch die beiden Roller auf dem Hänger verladen, was auch seine Zeit dauert.

So haben wir uns nur ein kurzes Programm bis zum Mittag vorgenommen: Wir wollen uns die Bezirkshauptstadt Neunkirchen anschauen und bei einem großen KTM-Händler vorbei schauen, den wir im Vorbeifahren gesehen haben.

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Unser letzter Einkauf in der Billa: Snacks und Getränke für heute und die morgige Rückreise.

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In Neunkirchen sind wir recht schnell und den KTM-Händler finden wir nach kurzer Internetrecherche auch.

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Neben KTM gibt es hier noch Honda und Jürgen schaut sich den neuen und futuristischen Roller an. Gewöhnungsbedürftig, aber vielleicht sieht die Rollerzukunft so aus.

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Ich hingegen habe nur Augen für die KTM 690 Duke und Duke R. Wunderbare leichte und leistungsstarke Maschinen mit 75 PS aus einem 690 ccm Einzylinder. A Traum!

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Nachdem wir bei KTM drei Regengüsse abgewartet haben, nutzen wir eine Pause für die Fahrt zum Neunkirchener Hauptplatz.

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Ist auch recht nett hier und der Regen hat mal wieder aufgehört. Wir werden leichtsinnig und beschliessen eine neuerliche Fahrt in die Bucklige Welt zum Kurven-Eldorado St. Corona.

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Aber wir kommen nicht weit! Schon nach etwa 25 Kilometern erwischt uns der nächste Regenguss, den wir im dichten Wald aussitzen. Und danach geben wir auf und machen uns ans Verladen der Roller.

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Das schöne Helenental

Was mit den Motorrädern nicht so schön geht, ist mit dem Roller ein Vergnügen: Besuche in der Stadt mit Stadtbummel. Das haben wir heute vor, und zwar in Bad Vöslau und in Baden. Insbesondere Baden soll sehr schick sein und wird daher auch schon mal als „Kleines Wien“ bezeichnet. Anschließend werden wir durchs bekannte Helenental zurück nach Puchberg fahren.

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Unsere Ziele liegen in Richtung Wiener Neustadt und entsprechend wird die Landschaft sanfter, sodass wir locker und entspannt durch liebliche Landschaften rollern.

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Bad Vöslau schauen wir uns nur kurz an, sind nicht sonderlich begeistert und ziehen deshalb weiter nach Baden. In der Innenstadt zeigt sich schnell, warum dies das „Kleine Wien“ ist.

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Wunderschöne Patrizierhäuser, …..

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….. der Kurpark mit Casino, …..

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….. ein kleiner Palmengarten und …….

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….. ein wenig Kunst – hier lässt es sich gut kuren.

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Am Hauptplatz ist alles herrlich östereicherisch und perfekt, hier gibt es keinen Gammel, keine leeren Ladenlokale oder schmuddelige Fassaden.

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Einladende Restaurants und Kaffeehäuser in den Seitengassen.

Aufgrund der immer noch gewaltigen Hitze dehnen wir unseren Stadtbummel nicht über Gebühr aus und suchen nun das Helenental auf.

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Am Ortsausgang von Baden besuchen wir noch kurz den Forstinger, aber diesmal hat der Laden nichts Interessantes für uns zu bieten. Also weiter.

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Wir schwingen durch die sanften Kurven des Helenentals vorbei an der Cholerakapelle bis zum Heiligenkreuz, einem gewaltigen Zisterzienser Kloster. Hier suchen und finden wir ein ruhiges Plätzchen zum Mittagessen direkt am Stift.

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Cistercium ist unsere Mutter – der Leitspruch der Zisterzienser. Benannt ist der Orden nach dem französischen Gründungsort Cistercium, der heute Citeaux heisst.

Citeaux

Interessante Sonnen-Reflexions-Uhr.

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Ein paar Worte zur Uhr.

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Gemütlich und genüßlich rollen wir nun über Meyerling und Alland langsam wieder auf unseren Schneeberg zu, nicht ohne mal wieder ein Marterl zur Pause gefunden zu haben.

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Zurück in Puchberg gönnen wir uns ein leckeres Eis, serviert von einer freundlichen Kellnerin aus Frankfurt. Und beim abendlichen Spaziergang kann ich nicht anders und muss erneut einen Blick auf „mein“ Häuschen werfen.

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Der Rohrbachgraben

Auch der heutige Tag soll extrem heiss werden. Deshalb werden wir auf eine lange Fahrt verzichten und uns statt dessen in der näheren Umgebung von Schneeberg, Hoher Wand, Dürrer Wand und Himberg bewegen. Die Karte zeigt etliche Stichstrassen in die Bergwelt hinein und wir werden sehen, wie weit wir kommen.

Im Rohrbachgraben

Vor Fahrtbeginn bekommen unsere Roller aber den Salamander aufgeklebt. das Wahrzeichen der Schneebergbahn. Das haben sich die kleinen Fahrzeuge in der Bergwelt der Wiener Alpen verdient. Und nebenbei werden so noch kleine Macken im Lack verdeckt.

Im Rohrbachgraben

Nahe Gutenmann biegen wir von der Strasse ab in Richtung Rohrbach im Graben – und nach ganz kurzer Zeit befinden wir uns in der Einsamkeit der Bergwelt.

Im Rohrbachgraben

Nachdem wir den letzten Ort, nämlich Rohrbach, hinter uns gelassen haben, kommen wir zu Marias Land. Hinweisschilder darauf hatten wir schon mehrfach gesehen und waren bisher der Meinung, dass es sich bei Marias Land um einen Gastronomiebetrieb handeln würde. Das stimmt aber nur zum Teil, denn eigentlich ist es ein Konzept und ein System, in dem frischer Alpenlachs, also Forellen, und guter Wein erworben werden können. Außerdem werden Örtlichkeiten wie Grundstücke, Hütten und Weinkeller zum Vermieten für diverse Events angeboten.

Im Rohrbachgraben

Besonders hübsch sind die kleinen Weinkeller von Marias Land, die für kleine Festlichkeiten gemietet werden können.

Im Rohrbachgraben

Irgend wann ist die Strasse zu Ende, wird erst zum Feldweg und später zum Trampelpfad. Sicher könnten wir die Roller noch ein wenig höher treiben, aber wir befinden uns im Wasserschutzgebiet und möchten den Bogen nicht überspannen.

Im Rohrbachgraben

Später dann das Mittagessen aus der Hand an einem der Marterl, die ja wie auch hier meist ein Bankerl haben.

Im Rohrbachgraben

Egal, wo wir heute fahren: Einen der Berge haben wir immer im Blick.

Im Rohrbachgraben

Weil ich mir einbilde, die Krümmerdichtung bläst etwas durch, suchen wir in Neunkirchen einen Vespa-Händler auf. Mulzet ist ein prima Laden, wo man sich sofort Zeit nimmt und hilft. Es stellt sich aber heraus, dass alles in bester Ordnung ist. Wahrscheinlich habe ich die Flöhe husten gehört, was ich ja sehr gut kann.

Im Rohrbachgraben

Jürgen verliebt sich direkt in eine Vespa GTS300.

Im Rohrbachgraben

Nun schauen wir uns in Grünbach eine stillgelegte Zeche an. Ja, hier wurde tatsächlich Steinkohle abgebaut.

Im Rohrbachgraben

Die Gebäude befinden sich in einem erstaunlich guten Zustand, da könnte man schon etwas daraus machen.

Im Rohrbachgraben

Immerhin wurde hier bis 1965 Kohle abgebaut. Ich bin ja in einer Bergbauregion aufgewachsen und habe etliche Jahre in einem Bergwerk gearbeitet. Deshalb ist diese Mini-Zeche ziemlich interessant für mich.

Im Rohrbachgraben

In einem malerischen Tal außerhalb von Grünbach besuchen wir den (ehemaligen) Gasthof, in dem Jürgen in den 70er Jahren anlässlich seines Praktikums sechs Wochen lang gewohnt hat. Eine kleine Reise in die Vergangenheit also.

Im Rohrbachgraben

Hier scheint die Welt zu Ende zu sein.

Im Rohrbachgraben

Auf meinen besonderen Wunsch befahren wir jetzt noch einmal den Ascher. Das ist jetzt nichts spektakuläres, aber als einen kleinen Pass darf man das wohl bezeichnen.

Im Rohrbachgraben

Beim Apfelbauer soll man vorzüglich essen können und wir schauen mal nach den Öffnungszeiten.

Im Rohrbachgraben

Weil es so schön war, befahren wir noch einmal die Hohe-Wand-Strasse.

Im Rohrbachgraben

Tapfere kleine Roller!

Im Rohrbachgraben

Die Kleine Kanzel haben wir ja gestern schon besucht und so geht es heute ins Waldeggerhaus.

Im Rohrbachgraben

Hier lassen wir den Tag bei herrlichem Wetter und fantastischem Panorama ausklingen.

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Im Ostteil der Buckligen Welt

Nach dem gestrigen Tag in der Buckligen Welt werden wir heute erneut dorthin fahren – aber in den Ostteil mit dem Zentrum Kirchschlag in der Buckligen Welt. In diesem Teil befindet sich auch die Wehrkirchenstrasse, auf der wir uns einige der Wehrkirchen anschauen werden.

In der Buckligen Welt

Den östlichen Teil der Buckligen Welt fahren wir über Ternitz und Seebenstein an, wobei der Weg nach Seebenstein für uns ein wenig kniffelig zu finden ist.

In der Buckligen Welt

Unterwegs entdecken wir in Loipersbach einen Motorradladen mit älteren und richtig alten Krädern. Wir plaudern ein wenig mit dem Inhaber, der Restaurationen im Auftrag durchführt. Von ihm erfahren wir, wie die Preise für das Puch-Moped DS50, genannt Daisy, explodiert sind: Ab 4000 € werden für top erhaltene Exemplare aufgerufen. Damit sind Jürgens Träume von solch einer Daisy ab sofort beendet.

In der Buckligen Welt

Als wir Burg Seebenstein erreichen, ist es bereits Mittagszeit – und damit Zeit für ein Päuschen. Die Hitze heute ist gewaltig und schlafft uns doch etwas ab. Also ab in den Schatten der Burg.

In der Buckligen Welt

Wobei es mit dem Schatten nicht weit her ist, aber ein bisschen was bringt die Burglinde unseren wackeren kleinen Fahrzeugen doch.

In der Buckligen Welt

Auch wir quetschen uns in den Schatten und machen uns über die Landjäger und kalte Getränke her.

In der Buckligen Welt

Weiter geht es durch die Bucklige Welt, die sich natürlich ähnlich darstellt wie gestern: Hübsch, locker und entspannend.

In der Buckligen Welt

Mittlerweile befinden wir uns auf der Wehrkirchenstrasse und suchen an diesem äusserst wehrhaft wirkenden Bauwerk nach Hinweisen darüber.

In der Buckligen Welt

Seltsamerweise findet sich nichts über Wehrkirchen, dafür aber eine Gedenktafel des Ökonomierates Franz Johann Ernst und seine Verdienste um das Fleckvieh in der Buckligen Welt.

In der Buckligen Welt

In Kirchschlag in der Buckligen Welt gerät Jürgen sofort in ein Gespräch mit der alten Dame, in dem es sich um das unglaublich schöne Wetter dreht.

In der Buckligen Welt

Wir suchen uns ein Cafe und löffeln ein kühles Eis. Unsere Fragen nach dem Weg kann die schöne Kellnerin nicht beantworten: Sie komme aus Ungarn und ist nur zum Arbeiten hier. Den österreichischen Schmäh hat sie aber schon perfekt drauf.

In der Buckligen Welt

Am frühen Abend sind wir wieder in der Nähe von Puchberg, wollen aber noch ein wenig fahren. Deshalb fahren wir nahe Grünbach die Hohe Wand hinauf. Auch wenn dieses Bermassiv nicht ganz so hoch ist wie der Schneeberg, bieten sich dennoch traumhafte Ausblicke tief ins Land hinein.

In der Buckligen Welt

Und 15% Steigung sind schon sehr ordentlich.

In der Buckligen Welt

Der höchste befahrbare Punkt der Hohen Wand ist die Kleine Kanzel.

In der Buckligen Welt

Bis in die beginnende Dämmerung herein geniessen wir den Weitblick von der Kleinen Kanzel.

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